Verbannt/Verdammt kurzfristig nicht erhältlich

Hallo ihr Lieben, „Verbannt seist du“ und „Verdammt seist du“ wird aufgrund von Verlagsverhandlungen eine Zeit lang nicht erhältlich sein. Ich verspreche euch aber, dass es (hoffentlich zeitnah) wieder auf den Markt kommt

Verbannt seist du

Morgen ist es endlich soweit. Einige haben sicher bereits auf Facebook gelesen, dass die Fortsetzung der Bitter & Sweet Trilogie erst nächstes Jahr im Herbst erscheint. Um euch die Wartezeit ein bisschen zu versüßen, gibt es trotzdem mal wieder etwas zu lesen von mir:

„Verbannt seist du“ ist ab morgen im Handel erhältlich :-)

Hier schon mal ein kleiner Einblick:

cover-verbanntLeah ist einzigartig, obwohl sie aus dem gemeinen Volk stammt. Sie hat eine Gabe, die nicht einmal die Magoi in der gewaltigen Festung mitten in der Stadt Elaos ihr eigen nennen können. Umso gefährlicher wird es für sie, als sie auf der Burg als Magd zu arbeiten beginnt und auf den Magierschüler Neo trifft. Er ist überzeugt, dass Leah zu den Seinen gehört. Werden die beiden ihre Verbindung und Leahs Fähigkeiten vor den rachsüchtigen Herrschern der Stadt verbergen können? Andernfalls droht ihr die Verbannung aus der von hohen Mauern umgebenen, einzig noch existierenden Stadt. Ein Todesurteil, denn in der Wildnis lauern die Taniwha auf ihre Beute.

 

„Im Wald gibt es auch Magie“, sprudelte es aus dem Mädchen heraus und die Alte erstarrte.

„Nein“, flüsterte sie. „Im Wald gibt es nur den Tod.“

 

Elaos – eine Stadt, die der Wildnis trotzt. Umgeben von hohen Mauern ist Elaos die einzig verbliebene Stadt, die noch Schutz vor den Bestien des Waldes bietet. Wer die Mauern verlässt, ist dem Tod geweiht. Doch innerhalb der Mauern steht der Friede auf Messers Schneide.

Angeführt von den Priestern und den Magoi, die auf der Festung in Saus und Braus leben, muss das gemeine Volk gegen Hunger und Armut kämpfen. Die Lage scheint aussichtslos. Wer sich auflehnt, wird in die Wildnis verbannt und kehrt nie wieder zurück.

 

Leah stammt aus einfachen Verhältnissen. Als sie auf die Magoifestung geschickt wird, um sich als Magd zu verdingen, setzt ihre Mutter alles daran, ihre Tochter vor der Auslieferung an die mächtigen Magier zu schützen. Doch Leah ist von Neugier getrieben. Sie weiß, dass sie etwas Besonderes ist und fest entschlossen will sie herausfinden, ob es eine Verbindung zwischen ihr und den Magoischülern auf der Festung gibt. Doch Besonderheiten sind von den Priestern nicht gerne gesehen und Leah ahnt nicht, welcher Gefahr sie sich ausliefert.

 

Der Magier Neo ist Schüler auf der Festung. Nach einem Ausflug in die Stadt ist er entsetzt über die Verhältnisse in der Stadt und die Armut, die dem gemeinen Volk zusetzt. Er beginnt die Ordnung, die die Magoi zwanghaft versuchen aufrecht zu erhalten, infrage zu stellen und handelt sich somit regelmäßig Ärger ein. Dabei hat er längst erkannt, dass ein Umbruch bevorsteht, der den Frieden innerhalb der Mauern bedroht. Als er Leah kennenlernt, fühlt er sich bestärkt darin, die Lage der Stadt zu ändern. Doch eine Verbindung zwischen Magoi und Bediensteten ist strikt verboten, weshalb seine Gefühle für Leah mehr als nur gefährlich sind.

 

Kalia ist eine Magd auf der Festung, seit sie sich erinnern kann. Ihre größte Schwäche ist die Neugier, die sie oftmals in Schwierigkeiten bringt. Als sie jedoch herausfindet, dass das richtige Wissen auch Macht bedeutet, heftet sie sich an die Fersen der drei unheimlichen Priester, die viel zu verbergen haben. Doch ihr Wagemut hat schwerwiegende Konsequenzen.

 

3 Schicksale – eine Geschichte!

Bitter & Bad Trilogie

Hallo ihr Lieben,

um euch mal auf dem neuesten Stand zu halten: Bitter & Bad Teil II ist nun endlich fertig und an den Verlag geschickt. Drückt mir die Daumen, dass es gut gelungen ist :-)

Ich freue mich total auf nächstes Jahr, wenn die Fortsetzung der Bitter & Sweet Trilogie erscheint. Bitter & Bad Teil I soll ja im Herbst veröffentlicht werden. Ab Januar arbeite ich am dritten und letzten Teil von Bitter & Bad – danach wird es wohl eine Weile nichts mehr von Jill und ihren Freunden zu lesen geben, da ich auch andere Projekte plane. Aber wer weiß, man soll ja niemals nie sagen :-)

 

Rezension „Elanus“ von Ursula Poznanski

Als geouteter Poznanski-Fan habe ich mir natürlich auch das Buch Elanus vorgenommen und bin nicht enttäuscht worden.

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Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

Meinung:

Der Jugend-Thriller ist wieder ganz im Stil von Ursula Poznanski sehr modern geschrieben und äußerst spannend. Gleich am Anfang kommen Fragen auf, die bis zum Ende des Buches ein großes Rätsel bleiben. Wieso verhält sich Jonas Gastfamilie so eigenartig? Welche Geheimnisse scheinen eine ganze Menge Leute zu haben? Mit der Drohne Elanus kommt Jona Stück für Stück den Antworten näher, auch wenn diese genauer betrachtet mehr als nur beängstigend sind. Schon bald findet er sich mitten im Geschehen wieder, ein Ausstieg scheint undenkbar.

Jona ist ein Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist, denn er ist bei weitem nicht perfekt. Hochintelligent wie er ist kommt es immer wieder zu Situationen, in denen er sich arrogant und überheblich zu verhält, wenn ihm etwas nicht passt, womit er sich natürlich nicht nur Freunde macht. Mit seinen erst 17 Jahren neigt er außerdem dazu, sich zu einigen unüberlegten Taten hinreißen zu lassen, die doch eigentlich nur dem Zweck dienen, seine Neugier zu befriedigen. Dass er mit dem Eindringen in die Privatsphäre eine Grenze überschreitet, ist ihm wohl bewusst, spätestens als er Geheimnisse erfährt, durch die sein eigenes Leben in Gefahr schwebt.

Das Buch „Elanus“ zu lesen hat wirklich viel Spaß gemacht, da hier bis zum Ende die Spannung gehalten und natürlich auch die eigene Neugier geweckt wird. Was wird man durch die Kamera auf Elanus nächstem Flug erfahren? Aber auch der Charakter „Jona“ ist sehr gut ausgearbeitet. Anfangs noch überheblich und nicht ohne Grund ein Außenseiter macht er eine große Entwicklung im Laufe des Buches mit. Er lernt in Marlene und Pascal neue Freunde kennen, sie tragen zudem dazu bei, dass er seine eigenen Handlungen auch einmal infrage stellt und so reagiert, wie man es von einem sympatischen Protagonisten erwartet. Alles in allem ein sehr guter Roman, den ich euch empfehlen kann.

Bitter & Bad – die Fortsetzung von Bitter & Sweet

Ihr Lieben, ich habe tolle Neuigkeiten.

Wie versprochen wird Bitter & Sweet fortgesetzt – in Form einer eigenständigen Trilogie und unter dem Namen Bitter & Bad. Ich darf Euch ankündigen, dass der erste Teil der Fortsetzung „Bitter & Bad – Gefährliche Gefühle“ im ivi-Programm des Piper Verlages erscheinen wird. Der genaue Termin steht noch nicht fest, geplant ist es aber für Herbst 2017 :-)

Rezension „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski (Teil 1 der Eleria-Trilogie)

Seit ich Erebos und Saeculum gelesen habe, zähle ich offiziell zu den Fans von Ursula Poznanski. Normalerweise hätte mich die inhaltliche Beschreibung des Buches „Die Verratenen“ nicht sonderlich gelockt, aber allein durch den Namen der Autorin habe ich mir viel erhofft und wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Verratenen von Ursula PoznanskiKlappentext:

Vertraue niemandem.
Denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint.
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit.
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

„Die Verratenen“ ist der erste Band einer Trilogie.

Meinung:

„Die Verratenen“ ist der erste Teil der Eleria-Trilogie. Anfangs erfährt man nicht direkt, wann genau die Geschichte stattfindet. Fakt ist, dass es viele Jahre in der Zukunft sind, nachdem der Mensch bereits dafür gesorgt hat, die Natur so weit zu zerstören, dass sie sich mit einer „langen Nacht“ sowie der darauf folgenden Eiszeit rächt. Einige Menschen haben diese Zeit überstanden, in dem sie sich in die so genannten Sphären flüchteten, die eigens dafür errichtet wurden, der Grausamkeit der Natur zu trotzen. Diese Glaskuppeln sind mit hochwertige Technik ausgestattet und man achtet nicht nur auf die Gesundheit der Bewohner, man versucht zudem, wieder Nahrung anzubauen und Raum für jene zu schaffen, die zurückgeblieben sind und seit Jahren in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Durch die Standesunterschiede entsteht eine gewisse Rivalität zwischen den Sphärenbewohnern und den so genannten Prims, für die Luxus ein Fremdwort ist und nur der Kampf ums Überleben zählt. Auch Ria und ihre Freunde sind von den guten Absichten der Sphärenbewohner überzeugt, bis sie durch einen Zufall erfährt, dass sie des Verrates beschuldigt wird. Ihre einzige Möglichkeit bleibt die Flucht in die Wildnis, wo ein erbitterter Kampf beginnt.

Über Ursula Poznanskis Schreibstil habe ich schon einiges gesagt und auch hier schafft sie es wieder, bildlich zu schreiben und damit den Leser in eine vollkommen anderen Welt zu versetzen. Die Eleria-Trilogie liest sich leicht, an den entsprechenden Stellen wird die Spannung gesteigert und es werden atemberaubende Momente geschaffen. Ich muss allerdings sagen, dass mich der Anfang des Buches nicht sonderlich begeistern konnte und ich kurz davor war, es abzubrechen. Hier zieht es sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Glücklicherweise habe ich durchgehalten und nach dem ersten Drittel wurde es so spannend, dass ich wieder einige Nächte lang viel zu wenig Schlaf bekommen habe, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte.

Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Rias ganze Überzeugung wird erschüttert und sie kommt nicht umhin, die guten Absichten der Sphärenbewohner anzuzweifeln und die „Wilden“ mit anderen Augen zu sehen. Am Ende des Buches wünscht man sich nicht sehnlicher, als sofort den zweiten Teil in der Hand halten zu können, um endlich herauszufinden, welchen Hintergrund die Geschehnisse haben. Ich kann euch die Trilogie wärmstens empfehlen!

Rezension „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ von Kerstin Gier

Die Empfehlung für das Buch „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ von Kerstin Gier habe ich von meiner Mutter bekommen. Üblicherweise haben wir einen unterschiedlichen Geschmack, was Bücher angeht und der Roman fällt auch nicht in die Kategorien, die ich üblicherweise lese. Da mich aber schon mehr Romane von Kerstin Gier begeistern konnten, habe ich mal einen Blick reingeworfen und es im Nachhinein auch nicht bereut.

In Wahrheit wird viel mehr gelogenInhalt:

Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten.
Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt.
Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen „Nummer zweihundertdreiundvierzig“ helfen ihr bei einem Neuanfang …

Ich muss vorab sagen, dass ich das Buch, nachdem ich einmal angefangen hatte, innerhalb eines sonnigen Tages auf der Terasse durchgelesen habe. Der Roman lässt sich so flüssig und einfach lesen, dass man ihn gar nicht wieder aus der Hand legen will. Kerstin Gier hat hier trotz des ernsten und traurigen Themas mit so viel Witz geschrieben, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Ausschlaggebend dafür waren die Handlungen und Gedanken der Protagonistin Carolin, in deren Leben wir einen Einblick bekommen. Nach dem Tod ihres Mannes fällt sie zunächst nicht nur in eine Phase der Trauer, die sie mit den ulkigsten Vorhaben versucht zu überstehen, sie scheint auch besonders in dieser Zeit von besonders vielen „Idioten “ umgeben zu sein, die sie an den Rand ihrer Geduld bringen. Demnach spart sie auch nicht mit bissigen Kommentaren und Gedanken, sie hat auch in der schweren Zeit nicht unbedingt die nötigen Nerven, diese aus Rücksicht für sich zu behalten. Als Hochbegabte mit mehreren Studienabschlüssen wird sie regelmäßig unterschätzt, was nicht selten zu peinlichen und dennoch witzigen Situationen führt, besonders, als sie sich das erste mal betrinkt und die Wirkung zu spüren bekommt. Hinzukommt, dass sie sich mit der Familie ihres verstorbenen Mannes auseinandersetzen muss, die wenig Sympathie für ihn und sie gehegt, nun aber ein Auge auf das nicht gerade kleine Erbe geworfen haben. Alles in allem war es ein witziges Lesevergnügen mit einigen emotionalen Aspekten und inem Hauch Sarkasmus. Genau das richtige für Zwischendurch und zum Abschalten.

 

Rezension Night School 1-5 von C.J. Daugherty

Ich habe vor kurzem die ganze Reihe der Night School Bücher von C.J. Daugherty gelesen und war sehr begeistert davon:

Night School

Inhalt

Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und wird von ihren Eltern auf das Internat Cimmeria geschickt, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen umworben. Gleichzeitig häufen sich eigenartige Vorfälle auf Cimmeria, und als ein Mord geschieht, gerät Allie unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Wem kann sie jetzt noch trauen?

 

Um es vorweg zu nehmen: Ja, es ist mal WIEDER ein Buch über ein Internat, über ein Mädchen, dass dort ein vollkommen neues Leben beginnt etc.. Na und? Die Menschen lesen so etwas eben gern! Kaum ein Autor kann heutzutage noch das Rad neu erfinden und es wäre für diese Geschichte einfach nicht passend, wenn die Protagonistin von ihren Eltern gezwungen wird, in einer Höhle am Stadtrand oder den Katakomben unter einer Kirche zu leben (obwohl sicher auch schon Autoren über so etwas geschrieben haben). Das Argument „ist ein Abklatsch von dem und dem Buch“ finde ich mittlerweile aus der Luft gegriffen und unpassend, da ich mich selbst auch immer wieder damit auseinandersetzen muss. Wer so argumentiert, soll doch bitte spaßeshalber mal ein Thema nennen, über welches noch absolut niemand geschrieben hat – er wird nur vermutlich keines finden und wenn doch, dann kann er ja mal versuchen, ein Buch darüber zu schreiben. Aber Vorsicht, es sollte keine Liebesbeziehung in dem Buch vorkommen, diese könnte ja klischeehaft sein… Ihr versteht, was ich damit sagen will, oder? Besonders jene, die selbst die Night School Bücher, in denen nicht einmal Magie vorkommt, mit Harry Potter und ähnlichem vergleichen, einfach nur weil es um ein Internat geht, sollten vielleicht das Rezensieren von Büchern sein lassen. Was ich damit sagen will ist, dass kein/e Autor/in eine 1-Sterne-Rezension verdient hat, wenn die Geschichte nicht komplett abgekupfert oder eine grammatikalische Katastrophe ist. Lasst euch also bitte nicht von den wenigen schlechten Rezis blenden.

 

Aber um auf die Geschichte selbst zurück zu kommen: Die Night School Bücher von C.J. Daugherty  sind trotz der fehlenden magischen Elemente sehr mysteriös und geheimnisvoll, was in meinen Augen schon eine Kunst für sich ist. Teilweise habe ich wirklich darauf gewartet, dass jeden Moment etwas Übernatürliches passiert – einfach weil die Stimmung passend und die nötige Spannung vorhanden war.

Allie ist zunächst entsetzt, dass sie von ihren Eltern auf ein Internat geschickt wird, das sich angeblich schwer erziehbaren Teenagern annimmt. Sie fühlt sich anfangs vollkommen fehl am Platz, findet jedoch schnell Anschluss in den Reihen der anderen Schüler und gewinnt einige Freunde für sich. Schon relativ zeitnah gilt es, einigen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, denn die Schule ist mehr, als es Allie anfangs weisgemacht wird, wobei mit jeder Seite mehr und mehr Spannung aufgebaut wird. Sie versucht zudem herauszufinden, was es mit der Night School auf sich hat, einer geheimnisvollen Organisation, der nur wenige Schüler angehören dürfen. Sie findet in Jo eine gute Freundin und wird sogleich von dem Mädchenschwarm Silvain angeschmachtet. Dagegen scheint sie der düstere Carter absichtlich immer wieder in den Wahnsinn zu treiben.

Die Autorin hat einen flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil, der passend zum Alter der Protagonisten ist. Man kann sich sehr gut in Allies Gefühlswelt reinversetzen und auch ihre Verwirrung nachvollziehen, die typisch für ein Mädchen ihres Alters ist, das mit der Aufmerksamkeit von zwei Jungs konfrontiert wird. Allie ist taff und sympathisch, es macht Spaß, die Welt durch ihre Augen zu sehen und den Geheimnissen von Cimmeria auf den Grund zu gehen. Auch die anderen Charaktere sind authentisch und überraschen immer wieder auf die ein oder andere Weise.

Von mir gibt es zusätzlich einen dicken Pluspunkt für die Unvorhersehbarkeit der Geschichte. Jeder auf der Akademie könnte der Verräter sein und ich selbst habe erst ziemlich spät eine Ahnung davon bekommen, wer es tatsächlich ist. Auch der Hintergrund der Existenz von Cimmeria ist sehr gut ausgearbeitet und es war wahnsinnig spannend zu lesen, wie Allie herausfindet, dass sie weitaus mehr mit der Schule in Verbindung steht, als sie anfangs gedacht hätte. Eine klare Lese-Empfehlung.

Rezension „Saeculum“ von Ursula Poznanski

Wie schon in der letzten Rezension erwähnt, habe ich noch ein weiteres Buch von Ursula Poznanski gelesen, wobei ich tatsächlich sagen muss, dass mir Saeculum noch besser gefallen hat, als Erebos.

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Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meinung

Der Jugendthriller war von Anfang bis Ende spannend, wobei es natürlich auch Stellen gab, an denen es ruhiger zuging. Ursula Poznanski versteht es, die Leser zu fesseln. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen und ich habe erst kurz vor Schluss eine nur vage Ahnung davon bekommen, wer oder was hinter den Geschehnissen steckt. Viele Bücher sind ja vorhersehbar, doch hier kamen so viele kuriose Ereignisse und Zusammenhänge vor, dass man bis zum Ende unbedingt erfahren will, was des Rätsels Lösung ist.

Dazu kommt, dass die Autorin einen klasse Schreibstil hat. An den spannenden Stellen geschehen die Ereignisse Schlag auf Schlag, man wird nicht durch unangebrachte Beschreibungen abgelenkt, die die Spannung mindern. Andersherum schafft sie es, in „ruhigen“ Momenten, die Charaktere und Umgebung so bildlich zu beschreiben, dass man beinahe denkt, selbst zu der Gruppe in der Wildnis zu gehören. Man fiebert in jedem Augenblick mit und spürt die geheimnisvolle und teilweise auch beängstigende Stimmung im Wald förmlich am eigenen Leib. Generell ist die Ausarbeitung der Charaktere in diesem Buch sehr gut gelungen, was ich bei „Erebos“ leider nicht ganz so gut fand. Man kann sich mit Bastian identifizieren, aber auch die Handlungen von Iris und teilweise auch Paul nachvollziehen.

Ich möchte euch zum Inhalt gar nicht so viel verraten, um nicht eure eigenen Vermutungen zur Lösung des Rätsels zunichte zu machen. Saeculum ist bisher das beste Buch, was ich 2016 gelesen habe, und ich denke es wird auch noch eine Weile ungeschlagen bleiben. Ich habe selten Geschichten, bei denen ich so mitfiebere, wie bei diesem Buch. Daher ein ganz klarer Daumen nach oben und eine klare Empfehlung an euch :-)

Rezension „Erebos“ von Ursula Poznanski

Nachdem ich viele Jahre lang besonders gerne ewig lange und am besten nie endende Fantasy-Reihen gelesen habe, hatte ich plötzlich genug davon. Ich habe einige (teilweise sehr gut geschriebene Bücher) abgebrochen, weil ich einfach nicht reingekommen bin und mal etwas Neues gebraucht habe. Dabei bin ich auf Erebos gestoßen.

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In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Meinung

 

Zugegeben, ein bisschen Fantasy ist trotzdem enthalten, wenn auch auf eine etwas andere Art. Normalerweise bin ich kein Fan von Computerspielen, jedenfalls konnte ich mich noch nicht so richtig dafür begeistern. Nachdem mir Amazon jedoch das Buch vorgeschlagen hat und mir die Beschreibung und auch die Rezensionen zugesagt haben, dachte ich, einen Versuch ist es wert. Und es hat sich definitiv gelohnt.

Mal abgesehen davon, dass das Buch auch einen pädagogischen Hintergrund hat, war es sehr unterhaltsam, in die Welt der Computerspiele einzutauchen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich in diesem Gebiet auskennt. Die Geschichte an sich ist nicht weit hergeholt und auf beängstigende Weise nachvollziehbar.

Zunächst Beginn des damit, dass Nick in seine Schule ein seltsames Verhalten bei seinen Mitschülern und Freunden bemerkt. Keiner scheint darüber reden zu wollen, was sie plötzlich so beschäftigt, sie vom Training und Hausaufgaben machen abhält und nachts nicht schlafen lässt. Nick wird immer neugieriger und versucht natürlich, das Geheimnis zu lösen. Schon nach wenigen Seiten will man unbedingt erfahren, was es mit diesem seltsamen Computerspiel auf sich hat. Doch erst, als das Spiel tatsächlich beginnt, wird es richtig spannend. Schritt für Schritt verfolgt man Nick dabei, wie er in die Welt von Erebos eintaucht, und kann von Anfang an nachvollziehen, wieso er sich nicht von dem Spiel losreißen kann. Im Laufe des Buches wird die Geschichte immer vertrackter, spannender und auch gefährlicher. Erebos gehört auf jeden Fall zu den Büchern, von denen man sich nicht losreißen kann. Das Jugendbuch ist ein Thriller, der jedoch einige Fantasy-Elemente enthält. Der Autorin kann man nur das allergrößte Lob zusprechen, ihr Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, wobei sie schon nach kurzer Zeit eine interessante und spannende Welt erschafft. Schon nach wenigen Seiten ist man vollkommen in das Buch eingetaucht.

Aufregend war vor allem auch, dass kaum etwas, was in der Geschichte passiert, vorhersehbar ist. Immer wieder gibt es Überraschungen und Wendungen, was scheinbar eine Spezialität der Autorin ist. Nach Erebos habe ich gleich noch ein weiteres Buch von ihr gelesen, was nicht weniger gut war, aber dazu komme ich an einem anderen Tag. Nach Erebos kann ich sagen, dass Ursula Poznanski zu den absolut lesenswerten Autoren gehört, zu deren Büchern ich sicher noch weitere Male greifen werde. Es ist besonders schwer, Bücher zu finden, deren Grundgedanke nicht schon von anderen Autoren aufgegriffen wurde. Erebos war (für mich) etwas vollkommen Neues. Die Geschichte war an keiner Stelle zu langatmig oder langweilig, was mir viele schlaflose Nächte beschert hat. Nachdem ich das gelesen habe, hätte ich beinahe selbst Lust bekommen, in die Welt der Computerspiele einzutauchen. Gottseidank war mir das Buch Warnung genug ;-)

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