Historische Woche

Am Montag, den 04.08.14, beginnt die historische Woche auf meinem Blog. Jeden Tag wird ein anderer, historischer Roman vorgestellt – von teils bekannten, teils unbekannten Autoren.

Ich freue mich schon darauf und bin mir sicher, dass ich hier neuen Lesestoff finden werde :-)

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Rezension „Shadow Falls Camp“ von C.C. Hunter

Rezension „Shadow Falls Camp“ von C.C. Hunter

Inhalt

Sie hat keine Ahnung, wer sie ist und welche Kräfte in ihr stecken. In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat – Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben – wenn sie nur wüsste, welche … Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können. Für alle Fans von House of Night!
(Quelle: Lovelybooks)

Meinung

Shadow Falls Camp hat mich mit seiner Einfachheit begeistert. Im Prinzip ist es keine besonders ideenreiche Geschichte, ein Camp voller Übernatürliche, hier und da ein paar typische Teenager-Probleme, ABER: Es ist so unglaublich toll geschrieben, dass man sofort in die Geschichte abtaucht und sich mit Kylie identifizieren kann. Ihre Handlungen waren absolut nachvollziehbar und auch eine gewisse Spannung hält sich bis zum Ende des Buches.
Besonders das große Geheimnis um Kylies Anstammung rückt immer mehr in den Vordergrund. Ist sie nun eine Hexe, oder doch ein Vampir? Oder etwa eine Gestaltwandlerin? Als sich ihr Gehirnmuster endlich offenbart, spielt es verrückt und wechselt fast täglich. Kylie fühlt sich als „Freak“ unter Freaks, was oftmals eine sehr komische Situation hervorruft.
Shadow Falls Camp ist ein Ort, den sicher jeder gerne besuchen würde. Die Autorin schreibt sehr bildlich und schafft es vor allem, Gefühle sehr gut darzustellen. Man fiebert mit der Protagonistin und auch mit den anderen Charakteren, die (fast) alle super sympathisch sind. Kylies Abneigung und Angst vor den Übernatürlichen bringt einen gewissen Humor mit ins Spiel, besonders, als sie nun auch noch mit einem Vampir und einer Hexe in eine Hütte gesteckt wird. Sie gewöhnt sich jedoch recht schnell an die Situation und gemeinsam mit ihren Freundinnen kommt es zu weiteren lustigen Momenten. Sehr schön finde ich auch, dass die Probleme und Gefühle ihrer Freunde ebenfalls so beschrieben sind, dass man deren Handlungen versteht und sie einem ans Herz wachsen.
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die in meinen Augen sehr gelungen ist. Kylie kann sich nicht entscheiden, nimmt sie Lucas, den sie schon von früher kannte und der eine besondere Anziehung auf sie auszuüben scheint, oder doch lieber Derek, der einfach nur ein Typ zum Verlieben ist? Für mich war es nicht immer absehbar, wie das Ganze endet – ein weiterer Pluspunkt.
Ich kann das Buch (auch die darauffolgenden Bände) jedem ans Herz legen, der auf Fantasy steht. Einmal angefangen, lässt es sich nur schwer wieder aus der Hand legen.

Mein erstes Interview

Unter folgendem Link findet ihr ein Interview über Bitter & Sweet mit Tina von Happy End Bücher. Es hat wirklich Spaß gemacht!

http://magazin.happy-end-buecher.de/autorensalon-linea-harris/

Bitter & Sweet bei Traumzaubis Blog

Heute ist eine Rezension Auf Traumzaubis Blog erschienen, über die ich mich sehr freue:

Rezi Bitter & Sweet

Rezension „Das Lied von Eis und Feuer (1)“ von George R. R. Martin

Ich veröffentliche selten, eigentlich fast nie Rezensionen, bevor ich ein Buch fertig gelesen habe. Aber heute möchte ich eine Ausnahme machen, denn selbst wenn das Ende noch schlecht wird (was ich definitiv nicht glaube), ist das Werk in Schulnoten gesehen trotzdem eine 1+ mit Sternchen wert! Einige von euch haben es sicher schon gelesen oder die Serie dazu gesehen, allen anderen kann ich es nur empfehlen. Ich spreche natürlich von:

„Das Lied von Eis und Feuer (01)“ von George R.R. Martin

Inhalt

Eddard Stark, der Lord von Winterfell, zählt in Westeros zu den Wächtern des Nordens. Als er auf einem Ritt mit seinen Söhnen ein paar verwaiste Schattenwolfwelpen findet, scheint es, als habe das Schicksal seinen Kindern ein paar Aufpasser geschenkt, die sie durch die bevorstehenden Probleme geleiten sollen.

Eddard liebt sein kühles, ruhiges Reich und auch seine Familie, bis das Schicksal den Clan an verschiedene Orte des Landes verteilt. Der Sommer, der sich über mehrere Jahre gehalten hat, neigt sich dem Ende entgegen und mit dem herannahenden Winter sehen sich die Starks immer mehr Problemen gegenüberstehen. Eddard wird in den Süden zitiert, um am Hof des Königs als dessen rechte Hand und Vertrauter zu dienen.

Als er das Angebot ablehnen will, erhält er eine geheime Nachricht: Der Wächter des Ostens Jon Arryn, Lord Starks Vorgänger und ehemaliger Vertrauter des Königs Robert Baratheon, ist keineswegs einen normalen Tod gestorben. Der König, ein ehemaliger Freund Eddards, schwebt in höchster Gefahr. Eddard nimmt das Angebot an und sieht sich in der Folge zahlreichen Intrigen und politischen Ränken gegenüber. Was haben die intriganten Lennisters, also die Frau des Königs und ihre Geschwister damit zu tun? Während des Besuchs des Königs in Winterfell wird auch sein Sohn Brandon Stark, eigentlich noch ein Kind, Zeuge einer bitteren Wahrheit und muss schwer dafür büßen, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Als Eddards ältester Sohn das Kommando in Winterfell übernimmt, muss durch einen Zwischenfall auch Eddards Frau die schwere Reise nach Königsmund auf sich nehmen. Währenddessen entscheidet sich Jon Schnee, Lord Starks Bastard, mehr oder weniger freiwillig die Reise an die gigantische Mauer im Norden anzutreten, um sich der Nachtwache anzuschließen und das Reich vor den „Anderen“ zu schützen.

Doch auch jenseits des Königreiches brodelt es, denn hinter dem Meer im Osten wartet der Erbe des Hauses Targaryen darauf, mit Hilfe der Dothraki seinen Königsstuhl zurück zu erobern.

Meinung

Zunächst einmal ist es ein Buch, dass meine beiden Lieblings-Kategorien abdeckt: Fantasy und (im weitesten Sinne) auch historische Romane, denn es spielt in einer frei erfundenen, mittelalterlich wirkenden Welt. Ich ziehe den Hut vor dem Autor, denn ein so komplexes Buch zu schreiben erfordert höchste Professionalität! Der Leser wird in die Geschichte förmlich hineingeworfen und erst einmal ist es schwierig, den Durchblick bei den zahlreichen Charakteren und Schauplätzen zu behalten. Ich habe des Öfteren die abgebildete Karte, die das gesamte erfundene Königreich abbildet, und auch die Personenliste zu Rate gezogen.

Es wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, die zwar alle ihre eigene Geschichte haben, aber trotzdem miteinander verwoben sind. Ich habe nicht eine einzige Stelle gefunden, die mich gelangweilt hat oder bei der ich das Buch aus der Hand legen konnte! Jedes Kapitel endet an einer äußerst spannenden Stelle, so dass man eigentlich enttäuscht ist und mehr lesen möchte. Die Folge davon: man liest das nächste Kapitel, dass wieder von einer anderen Person erzählt, um schnellst möglich wieder zu vorheriger Person zu gelangen. Doch siehe da, schon ist man in dem nächsten, hochspannenden Abschnitt gelandet.

Einer meiner Lieblingsschauplätze ist die „Mauer“. Der Autor beschreibt die Kälte, die Einsamkeit und die wenigen Personen, die das „Schwarz“ angelegt haben, so treffend und bildlich, dass ich beim Lesen förmlich mitgefroren und gezittert habe. Es ist der wohl  eindrucksvollste Ort des Buches, besonders der Wald mit seinen geheimnisvollen Gefahren, von denen man eigentlich keine Ahnung hat, was genau sie sind. Man weiß nur ganz genau: Dort lauert etwas! Es ist verdammt gefährlich! Und man wird es irgendwann erfahren, was es ist! Die Spannung steigert sich mit jeder Seite.

Aber auch in die anderen Orte und Charaktere kann man sich leicht hineinfinden, der Autor beschreibt ein ganzes Land, verschiedene Klimata, Sitten und Kulturen, Adel und Fußvolk, Geheimnisse und Intrigen bei Hofe, Helden und Schurken, Frieden und bevorstehende Kriege. Zeitweise ist es brutal, auch nackte Haut und Sex ist kein Tabu, die Sprache ab und an sehr forsch. Doch seien wir ehrlich: zu der Zeit, in die ich das Buch einordnen würde, gab es einen Knicke genauso wenig wie ein Auto oder Laptops. Mit anderen Worten: Der Autor hat eine sehr treffende Erzählweise. Jeder einzelne Charakter ist perfekt ausgesucht. Nicht selten hat plötzlich ein Bösewicht, dessen Taten man verabscheut, eine traurige Vergangenheit oder Gründe, mit denen man nicht gerechnet hat. Schon wandelt sich die Abneigung in Mitleid. Für gewisse Figuren, wie in meinem Fall Eddard, Arya und auch Jon der Bastard, entwickelt man von Anfang an Sympathie. Ich könnte stundenlang weiter schwärmen, doch ich bin mir sicher, ihr werdet schon nach den ersten Seiten genau wissen, was ich meine….

 

 

Rezension „Die erste Wahrheit“ von Dawn Cook

Die erste Wahrheit

Dawn Cook

Inhalt

Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht an die Märchen ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der einst angeblich Drachen und mächtige Zauberer gewirkt haben. Als sie jedoch eine ungewöhnliche Rastlosigkeit packt, wird sie von ihrer Mutter kurz vor dem Wintereinbruch in die Berge geschickt, denn diese ahnt schon. Die Feste ruft nach ihrer Tochter, und wie bei ihrem einstigen Mann wird sich der Drang Alissas, diese Feste zu erreichen, nicht von alleine geben.
Nur ihr Falke „Kralle“ begleitet sie in den ersten Tagen der gefährlichen Reise. Alissa stammt aus dem Hochland, aber da ihre Mutter eine Tiefländerin ist und Alissa somit ein „Mischling“, wird sie üblicherweise von beiden Seiten gemieden. Zwischen Hoch- und Tiefländern besteht generell eine scheinbar unüberwindbare Differenz, denn während erstere durch fruchtbare Erde Unmengen an Nahrungsmitteln besitzen, müssen letztere ihre Handwerksprodukte auf dem Markt verkaufen – die einzige gelegenheit, bei der Hoch- und Tiefländer aufeinandertreffen. Auf dem Weg zur Feste trifft Alissa auf den Tiefländer Strell, der sie aus einer gefährlichen Lage befreit. Sie necken und streiten sich, erleben einige Seltsamkeiten auf ihrem Weg und trotzen gemeinsam dem Hunger und der zunehmenden Kälte.
Als sie auf der Feste ankommen, die laut Geschichten so prachtvoll und lebhaft sein soll, steht diese bis auf den Bewohner Bailic leer.
Es beginnt ein spannendes Abenteuer, als Alissa ihre Magie entdeckt, dem Geheimnis von Bailic auf die Schliche kommt und von „Nutzlos“ heimgesucht wird, der ihr scheinbar unter die Arme greifen möchte.

Meinung:

Es ist erstaunlich, wie ein Buch mit so wenig Charakteren und ohne Action so spannend sein, was nicht zuletzt an dem großartigen Erzählstil der Autorin liegt, auch wenn er etwas gewöhnungsbedürftig ist. Dawn Cook beschreibt die Welt um Alissa sehr bildlich. Das Land ist frei erfunden, doch mit der Zeit lernt man die Sitten und Gebräuche der Einwohner kennen, die ein bisschen an Hinterwäldler erinnern. Handys, Computer, Autos? No, hier wird noch aus Tonschalen gegessen und davon gelebt, was die Natur zu bieten hat. Erotik? Um Gottes Willen, hier sind nackte Füße schon ein Skandal!
Auch die Sprache der Einwohner ist anfangs etwas seltsam und man muss sich erst daran gewöhnen, dass „Asche“ einem Fluchwort gleichkommt. Doch all das macht das Buch in meinen Augen erstrecht zu etwas Besonderem. Die vier Hauptcharaktere Alissa, Strell, Bailic und Nutzlos (ein bisschen auch der Falke „Kralle“) sind absolut genial ausgesucht. Besonders die freundschaftliche Beziehung zwischen Alissa und Strell baut sich nach und nach durch streiten und necken auf und führt später zu mehr Gefühlen. Sehr schön finde ich auch, dass die beiden sich super ergänzen und Alissa eben nicht nur lieb und nett und perfekt ist, sondern ab und an auch naiv und egoistisch. Strells Reaktionen darauf sind teilweise sehr amüsant und ich musste öfter einmal schmunzeln.
Auch wenn der Anfang des Buches den Einstieg etwas schwer macht, so lohnt es sich doch, am Ball zu bleiben. Die sympatischen Charaktere lassen einen weiter und weiter lesen, erfüllen die Seiten mit Witz und Spannung, auch wenn der große Knall fehlt. Nichts desto trotz ist es eine mitreißende Geschichte, die mich nach dem Ende sofort zu den restlichen Büchern der Tetralogie hat greifen lassen. So viel kann ich euch verraten: „Die erste Wahrheit“ ist nur der Einstieg in eine wunderbare Welt voller Magie und Drachen, mit der Zeit kommen weitere, spannende Charaktere dazu und auch bedeutend mehr Action. Eine sehr gelungene Buchreihe.

 

 

Rezension „Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gable

Das Lächeln der Fortuna
Rebecca Gable

Inalt:

England 1360 bis 1399:
Robert (Robin) of Waringham erfährt mit zwölf Jahren an seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates verurteilt wurde und Selbstmord beging. Nun mittellos und ohne Besitz flieht er zurück in seine Heimat Waringham und arbeitet zunächst als Stallknecht, während Geoffrey Dermond neuer Herr von Waringham wird. Durch die besondere Gabe, mit Pferden kommunizieren zu können, arbeitet sich Robert schnell nach oben und wird von Conrad in die Verwaltung des Gestüts eingewiesen.
Geoffrey dagegen möchte Robert, entgegen dem Willen seines Sohnes Mortimer, zum Ritter ausbilden und wünscht sich insgeheim, Robin wäre sein Sohn. Mortimer hat Angst, dass der ehemalige Erbe Waringhams seinen Platz als zukünftiger Earl streitig macht und macht ihm das Leben zur Hölle, wo er nur kann. Zur Seite stehen Robin dabei seine Schwester Agnes, sein Halbbruder Isaac und auch der taubstumme Leofric, dem Robin das Schreiben beibringt.
Als Geoffrey stirbt, erbt Robin das Schwert seines Vaters. Um den Schikanen des neuen Earl of Waringham Mortimer zu entgehen, verlassen Robert und Leofric die alte Heimat, werden jedoch von Mortimer in einen Hinterhalt gelockt.
Sie überwinden den Jungen und tauschen die Kleidung. Während sie Mortimer als Leibeigenen beim Sheriff abgeben, gibt sich Robert als Earl of Waringham und somit als Mortimer aus. Er schlägt tapfer einige Schlachten und stellt sich gar gegen den Schwarzen Prinzen, um Gerechtigkeit bei der Verurteilung eines gegnerischen Ritters walten zu lassen.
Der Duke of Lanchester, in dessen Dienst Robin zu treten beabsichtigt, rettet ihn vor dem Tod, als Roberts wahre Identität ans Licht kommt. Waringham und Lancester gelingt es, die Unschuld von Roberts Vater zu beweisen. Robin wird zum Ritter geschlagen und erhält das Gut Fernbrook im Norden Englands, nicht jedoch seine alte Heimat Waringham, die wieder in Mortimers Besitz ist. Fernbrook gelangt durch Robins Tatkraft und einer blühenden Pferdezucht zu Reichtum. Er heiratet die Tochter des Earl of Burton, sie bekommen Kinder, allerdings haben die beiden verschiedene Ansichten, was die hellseherischen Fähigkeiten ihrer ältesten Tochter Anne angehen. Robin verlässt Fernbrook einige Male, um am Hundertjährigen Krieg teilzunehmen, während in seiner Abwesenheit der pleite Schwager das Gut übernimmt, doch später von Robin verjagt wird.
In London kommt es zu Revolutionsversuchen. Robin kämpft für Lancester und wird der Lehrer dessen Sohnes. Abermals muss er seinen Schwager aus Fernbrook verjagen und wird nach dessen Tod zum Earl of Burton. Seine Frau stirbt auf der Flucht bei der Geburt seines jüngsten Sohnes. Robin beginnt eine Affäre mit Mortimers Frau und heiratet sie, nachdem Mortimer nach einem Putsch gegen König Richards Anhänger England verlässt. Später wird Mortimer wegen Hochverrat zum Tode verurteilt, als er einen Anschlag auf Lancesters Enkel und damit den Sohn des Königs verübt. Robin erhält seine alte Heimat Waringham zurück.

Meinung:

Das Lächeln der Fortuna gehört zu meinen Lieblingsbüchern, seit ich es das erste Mal in der Hand gehalten habe. Der Umfang des Buches schreckt erst einmal ein bisschen ab – so ein dicker Wälzer mit geschichtlichen Fakten?
Meine Meinung ist, dass keine der unendlich vielen Zeilen auch nur im Ansatz langweilig ist. Rebecca Gable erzählt aus dem fiktiven, spannenden Leben des Lord of Warhingham, beschreibt dessen Alltag, die Erlebnisse in der Heimat und auch im Krieg, und baut diese geschickt in den geschichtlichen Ablauf dieser Zeit mit ein.
Es muss Unmengen von Stunden an Recherche gebraucht haben, um sich mit den Sitten, Gebräuchen und auch den hohen Persönlichkeiten dieser Zeit vertraut zu machen, um so bildlich zu schreiben, wie die Autorin es in diesem Fall geschafft hat.
Der Held des Buches ist ganz klar Robert of Waringham, der mit Mut, Ehre und weiteren positiven Eigenschaften überzeugt und im Sturm die Herzen der Leser erobert. Er kämpft sich im wahrsten Sinne durch Kriege, erlebt das politische Spiel der Mächtigen und lernt im Laufe seines Lebens zahlreiche Freunde und auch Feinde kennen.
Rebecca Gable schafft wunderbare Charaktere, die alle mit guten und auch schlechten Seiten ausgestattet sind und jeder für sich Faszination auf den Leser ausübt. Ich kann es mit gutem Gewissen empfehlen!
Die Waringham-Reihe umfasst noch 3 weitere Bücher, die dem ersten in nichts nachstehen.

Post aus Italien

Bitter & Sweet ist auf seiner Reise schon in Italien angekommen :-) Nämlich bei:

Barbara Reishofer

Rezension „Die Rebellin“ von Trudi Canavan

Die Rebellin. Die Gilde der Schwarzen Magier
Trudi Canavan

Inhalt

Während der alljährlichen Säuberung durch die Magier, die der Entfernung des Gesindels aus der Stadt Irmadin dient, gerät Sonea unter die aufgebrachte Menge, die mit Steinen auf die Schilde der „Mächtigen“ der Stadt schießen.
Die Steinwürfe bleiben weitestgehend ergebnislos, bis Sonea sich ihren Freunden aus der Unterschicht anschließt und ebenfalls einen Stein wirft – der plötzlich die magische Schutzwand eines Magiers durchbricht.
Die Magier, insbesondere Lord Rothen, werden auf sie aufmerksam. Nur jemand, der Magie in seinem Blut hat, kann so etwas bewerkstelligen. Durch ein Missverständnis glaubt Sonea, ihr Leben schwebe in Gefahr und flieht vom Ort des Geschehens. Fast die gesamte Magiergilde begibt sich auf die Suche nach ihr, die nicht nur quer durch die Stadt, sondern auch darunter in den Gängen der Diebe ihren Lauf nimmt.
Als sie schließlich doch gefasst wird, begegnet Sonea den Magiern mit tiefem Misstrauen. Ihr fällt es schwer zu glauben, dass diese ihr nur die Kontrolle über ihre Kräfte beibringen wollen, da sie sonst eine Gefahr für sich und jeden in ihrer Umgebung darstellt.
Sie tritt der Magiergilde bei und freundet sich langsam mit ihrem Mentor Lord Rothen und dessen Freund Dannyl an. Nach und nach findet sie sich in ihrer neuen Umgebung zurecht, allerdings kommen weitere Probleme auf sie zu, denn nicht jeder der Magiergilde teilt die Ansicht, dass Straßenkinder in die gehobene Schicht der Magier aufgenommen werden sollten.
Zudem macht Sonea eine schreckliche Entdeckung. Jemand in der Gilde benutzt schwarze Magie.

Meinung:

Die Rebellin ist der spannende Auftakt einer Trilogie, die mit dem fesselnden und flüssigen Erzählstil der Autorin überzeugt. Trudi Canavan schafft in ihrem Werk einzigartige Charaktere und schon nach kurzer Zeit lernt man den fürsorglichen Lord Rothen, den verwegenen Cery und vor allem die sture Sonea kennen und lieben.
Der Anfang ist leider recht langatmig, doch durchhalten lohnt sich. Ist man erst einmal in der Geschichte drin, lässt sich das Buch nur schwer wieder weglegen. Die Story raubt einem zwar nicht gerade vor Spannung den Atem und auch auf ein actionreiches Ende wartet man vergebens (keine Sorge, spätestens im 3. Teil wird das alles wieder aufgeholt), dennoch wird es nicht langweilig, was besonders darin liegt, dass man den Verlauf der Story überhaupt nicht vorhersehen kann. Mit jeder weiteren Seite fragt man sich: Was geschieht als nächstes?
Trudi Canavan schreibt sehr bildlich und schon bald kann man sich Irmadin und seine Einwohner genauestens vorstellen. Im Laufe der Trilogie lernt man zudem die Nachbarländer und deren Sitten kennen, es wird also eine vollständig neue Welt geschaffen. Ich möchte mich hier allerdings auf den ersten Teil beschränken, da die beiden Folgebände und auch die 3-teilige Fortsetzung „Sonea“, die 20 Jahre später spielt, definitiv eigene gute Rezensionen wert sind.
Besonders gefallen hat mir, dass es eines der wenigen Bücher ist, bei dem nicht gleich eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht. Auch hier kommen zwar die Romantiker auf ihre Kosten, allerdings erst später und dafür umso überraschender.
Einen extra Pluspunkt von mir gibt es für die Wahl der Namen, denn diese sind sehr ausgefallen! Ich glaube in dem ganzen Buch gab es nur wenige Namen, die ich schon einmal gehört hatte. Ach Tiere und Dinge sind mit kuriosen Bezeichnungen versehen, was dem Werk noch einmal eine gewisse Würze verleiht.

 

Bitter & Sweet Rezension von Happy-End-Bücher.de

Unter diesem Link findet Ihr eine Rezension von http://www.happy-end-buecher.de

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