Rezension „Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gable

Das Lächeln der Fortuna
Rebecca Gable

Inalt:

England 1360 bis 1399:
Robert (Robin) of Waringham erfährt mit zwölf Jahren an seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates verurteilt wurde und Selbstmord beging. Nun mittellos und ohne Besitz flieht er zurück in seine Heimat Waringham und arbeitet zunächst als Stallknecht, während Geoffrey Dermond neuer Herr von Waringham wird. Durch die besondere Gabe, mit Pferden kommunizieren zu können, arbeitet sich Robert schnell nach oben und wird von Conrad in die Verwaltung des Gestüts eingewiesen.
Geoffrey dagegen möchte Robert, entgegen dem Willen seines Sohnes Mortimer, zum Ritter ausbilden und wünscht sich insgeheim, Robin wäre sein Sohn. Mortimer hat Angst, dass der ehemalige Erbe Waringhams seinen Platz als zukünftiger Earl streitig macht und macht ihm das Leben zur Hölle, wo er nur kann. Zur Seite stehen Robin dabei seine Schwester Agnes, sein Halbbruder Isaac und auch der taubstumme Leofric, dem Robin das Schreiben beibringt.
Als Geoffrey stirbt, erbt Robin das Schwert seines Vaters. Um den Schikanen des neuen Earl of Waringham Mortimer zu entgehen, verlassen Robert und Leofric die alte Heimat, werden jedoch von Mortimer in einen Hinterhalt gelockt.
Sie überwinden den Jungen und tauschen die Kleidung. Während sie Mortimer als Leibeigenen beim Sheriff abgeben, gibt sich Robert als Earl of Waringham und somit als Mortimer aus. Er schlägt tapfer einige Schlachten und stellt sich gar gegen den Schwarzen Prinzen, um Gerechtigkeit bei der Verurteilung eines gegnerischen Ritters walten zu lassen.
Der Duke of Lanchester, in dessen Dienst Robin zu treten beabsichtigt, rettet ihn vor dem Tod, als Roberts wahre Identität ans Licht kommt. Waringham und Lancester gelingt es, die Unschuld von Roberts Vater zu beweisen. Robin wird zum Ritter geschlagen und erhält das Gut Fernbrook im Norden Englands, nicht jedoch seine alte Heimat Waringham, die wieder in Mortimers Besitz ist. Fernbrook gelangt durch Robins Tatkraft und einer blühenden Pferdezucht zu Reichtum. Er heiratet die Tochter des Earl of Burton, sie bekommen Kinder, allerdings haben die beiden verschiedene Ansichten, was die hellseherischen Fähigkeiten ihrer ältesten Tochter Anne angehen. Robin verlässt Fernbrook einige Male, um am Hundertjährigen Krieg teilzunehmen, während in seiner Abwesenheit der pleite Schwager das Gut übernimmt, doch später von Robin verjagt wird.
In London kommt es zu Revolutionsversuchen. Robin kämpft für Lancester und wird der Lehrer dessen Sohnes. Abermals muss er seinen Schwager aus Fernbrook verjagen und wird nach dessen Tod zum Earl of Burton. Seine Frau stirbt auf der Flucht bei der Geburt seines jüngsten Sohnes. Robin beginnt eine Affäre mit Mortimers Frau und heiratet sie, nachdem Mortimer nach einem Putsch gegen König Richards Anhänger England verlässt. Später wird Mortimer wegen Hochverrat zum Tode verurteilt, als er einen Anschlag auf Lancesters Enkel und damit den Sohn des Königs verübt. Robin erhält seine alte Heimat Waringham zurück.

Meinung:

Das Lächeln der Fortuna gehört zu meinen Lieblingsbüchern, seit ich es das erste Mal in der Hand gehalten habe. Der Umfang des Buches schreckt erst einmal ein bisschen ab – so ein dicker Wälzer mit geschichtlichen Fakten?
Meine Meinung ist, dass keine der unendlich vielen Zeilen auch nur im Ansatz langweilig ist. Rebecca Gable erzählt aus dem fiktiven, spannenden Leben des Lord of Warhingham, beschreibt dessen Alltag, die Erlebnisse in der Heimat und auch im Krieg, und baut diese geschickt in den geschichtlichen Ablauf dieser Zeit mit ein.
Es muss Unmengen von Stunden an Recherche gebraucht haben, um sich mit den Sitten, Gebräuchen und auch den hohen Persönlichkeiten dieser Zeit vertraut zu machen, um so bildlich zu schreiben, wie die Autorin es in diesem Fall geschafft hat.
Der Held des Buches ist ganz klar Robert of Waringham, der mit Mut, Ehre und weiteren positiven Eigenschaften überzeugt und im Sturm die Herzen der Leser erobert. Er kämpft sich im wahrsten Sinne durch Kriege, erlebt das politische Spiel der Mächtigen und lernt im Laufe seines Lebens zahlreiche Freunde und auch Feinde kennen.
Rebecca Gable schafft wunderbare Charaktere, die alle mit guten und auch schlechten Seiten ausgestattet sind und jeder für sich Faszination auf den Leser ausübt. Ich kann es mit gutem Gewissen empfehlen!
Die Waringham-Reihe umfasst noch 3 weitere Bücher, die dem ersten in nichts nachstehen.

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