„Das Geheimnis von Sunderley“ von Isa Piccola

Titel: Das Geheimnis von Sunderley
Autor: Isa Piccola
Erscheinungsdatum: 1.7.2014
Wo erhältlich: amazon.de
Geschätzte Seitenanzahl: 534

https://www.facebook.com/DasGeheimnisvonSunderley

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Hallo Isa!
Erzähle uns doch erst einmal ein bisschen über dich:

Ich bin 35 Jahre jung und arbeite im öffentlichen Dienst. Daher habe ich mein Buch auch unter einem Pseudonym veröffentlicht. Nicht, weil die Geschichte schlecht ist, sondern weil viel von mir selbst drinsteckt und das ja nicht unbedingt jeder wissen sollte… Ansonsten gibt es nicht viel über mich zu erzählen, außer daß ich mich schon immer für Geschichte und besonders das 19. Jahrhundert interessiert habe und mein Leben bisher in sehr ruhigen Bahnen verlief… Ich liebe es zu lesen, zu schreiben, auch zu zeichnen und tausend andere Dinge, und daher habe ich mich, glaube ich, noch nicht wirklich in meinem Leben gelangweilt.

Wir würden gerne mehr über dein Werk erfahren. Um was genau geht es denn?

Es ist ein Roman auf zwei Zeitebenen. Er beginnt im Jahr 2011. Dort macht Elisa, eine junge Frau aus Deutschland, Urlaub in England auf den Spuren ihrer vor kurzem verstorbenen Eltern. Dabei entdeckt sie auf einer Auktion das Portrait einer verstorbenen Frau, das ihr selbst auf unheimliche Weise ähnlich sieht. Sie macht sich daran herauszufinden, was es damit auf sich hat und muß dabei erfahren, daß ihre Eltern ihr so einiges verschwiegen haben…
Wichtiger ist jedoch die Geschichte zweier Familien aus dem 19. Jahrhundert, in die Elisa eintaucht. Sie findet einige Dokumente und erfährt so davon. Die Devanes und die LeFroys, zwei Familienclans, waren jahrhundertelang miteinander verfeindet – aufgrund eines Geheimnisses, das aber zu dem Zeitpunkt, an dem die Geschichte spielt (1860), schon verlorengegangen ist. Und so nähern sich die Familien einander an, jedoch nicht ohne Hintergedanken. Es geht um Macht und Liebe, und um die Auflösung eben dieses verlorenen Geheimnisses.
Die Hauptperson dieser Zeitebene, Lizzie, verliebt sich in einen mittellosen jungen Mann namens Jean, muß jedoch den reichen Edward heiraten. Bald erfährt sie, daß Jean als Säugling ausgesetzt wurde. Sie macht sich daran, den Grund dafür herauszufinden. Nebenbei muß sie sehen, wie sie in ihrer Ehe mit einem Mann klarkommt, der sie einerseits übermäßig streng behandelt, doch ihr andererseits auch, auf seine Art, Liebe entgegenzubringen scheint. Lizzie muß mit ansehen, wie ihre eigene Familie und die ihres Ehemannes zerfallen, und sie muß einige weitere Schicksalsschläge erdulden. Kann es jemals ein Happy End für sie geben? Und kann Elisa mehr über ihr eigenes Schicksal herausfinden?
P.S. Wie Ihr seht, bin ich ein Fan der alten Rechtschreibung…

Wieso gerade historische Romane und nicht zeitgenössische? Was fasziniert dich so an vergangenen Jahrhunderten?

Ich habe schon immer lieber über andere Zeiten gelesen als über die Probleme der Gegenwart. Letztere hat man irgendwie jeden Tag und da will ich nicht in meiner kostbaren Freizeit noch darüber lesen müssen, sondern lieber in andere Zeiten eintauchen und etwas über diese lernen. Ich gebe zu, daß ich mir oftmals wünsche, in einer anderen Zeit zu leben (da waren die Männer noch richtige Männer… Achtung Klischee!), aber mir ist natürlich auch klar, daß es schwer gewesen wäre, wenn man nicht entsprechend begütert gewesen wäre – vor allem als Frau. Mein größter Traum wäre, einmal einen Tag stilecht in einem richtigen Schloß zu verbringen – deswegen darf meine Elisa das auch erleben, zumindest ansatzweise.

Wir würden gerne etwas mehr über die Charaktere erfahren, die du geschaffen hast. Gibt es besondere Eigenschaften, die deine Protagonisten auszeichnen?

Die Hauptperson meiner historischen Ebene, Lizzie, ist anders als die meisten Heldinnen in historischen Romanen. Was mich immer ein wenig genervt hat, waren diese sogenannten „starken Frauen“, die sich gegen alle Konventionen aufgelehnt haben – angeblich, denn das war ja wirklich nicht einfach und es gab sicher nicht sooo viele, wie uns das historische Romane heute glauben machen wollen. Ich konnte mich nie mit ihnen identifizieren und war eher gelangweilt von diesen perfekten Damen. Daher habe ich mit Lizzie eine Frau geschaffen, die charakterliche und körperliche Schwächen hat und mir sehr viel näher ist als jede andere noch so unabhängige Frau. Und noch ein Punkt war mir wichtig: ist Euch schon mal bewußt geworden, welche Rolle Frauen mit ein paar mehr Pfunden auf den Rippen in Romanen spielen? Entweder sind sie unbedeutende Randfiguren, oder für den Humor zuständige Lachnummern, oder sie kämpfen einen ganzen Roman lang darum, abzunehmen und der Norm zu entsprechen, was ihnen natürlich auch gelingt. Das ist nicht das Hauptziel meiner Protagonistin. Nein, sie lebt ein relativ normales Leben, hat natürlich auch mit den bekannten Problemen und Vorurteilen zu kämpfen, aber sie ist eben auch keine Lachnummer, sondern eine vergleichsweise „normal-außergewöhnliche“ Frau, die einfach auf der Suche nach einem glücklichen Leben ist. Ich hoffe, daß ich damit auch eine Identifikationsfigur für alle Frauen erfunden habe, die eben nicht so perfekt sind.
Und dann ist da noch Edward, den Lizzie heiratet… auf den ersten Blick ein richtiges Scheusal, aber ich hoffe, ihm einiges an charakterlicher Tiefe mitgegeben zu haben, so daß man im Laufe der Geschichte auch ein wenig Empathie für ihn entwickelt und versteht, was er schon alles mitgemacht hat in seinem Leben. Überhaupt gibt es mehrere Charaktere, die erst im Laufe des Romans ihr wahres Ich zeigen. Gut und Böse sind bei mir nicht immer klar definiert.

Sind weitere Werke in dieser Richtung geplant?

Unbedingt, Band 2 ist in Arbeit, weil ich nicht alle Geheimnisse in Band 1 auflösen konnte! Da kommt dann noch eine dritte Zeitebene dazu, die noch einmal 450 Jahre in die Vergangenheit zurückgeht und die „Wurzeln“ der Fehde zwischen den beiden Familien aufklärt.

Einen historischen Roman zu schreiben, bedarf sicher allerhand Recherche. Verrätst du uns, wie lange du daran geschrieben hast?

*räusper* Nun… ich habe mit 16 angefangen, also habe ich bald 20 Jahre daran geschrieben. Allerdings immer wieder mit Pausen, die aus Zeitmangel herrührten, oder weil ich nicht weiterwußte usw.

Vielen Dank für deine Buchvorstellung und weiterhin viel Erfolg!

Ich bedanke mich für diese tolle Möglichkeit, Linea!

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