Rezension „Leidenschaft“ von Ha. A. Mehler

leidenshaft4

Inhalt

Florida: Horace begegnet in einer Bibliothek der wohl attraktivsten Frau, die er je gesehen hat. Sie wirkt geheimnisvoll und übt eine ungeheure Anziehungskraft auf ihn aus. Als sie ins Gespräch kommen, fühlen sich beide auf unerklärliche Weise miteinander verbunden. Horace lässt der Gedanke an die schöne Jeanny kaum noch los und er lässt sich auf einige Treffen mit ihr ein. Dabei scheinen ihn immer wieder Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten einzuholen, die allesamt mit Jeanny in Verbindung stehen. Als er dem mysteriösen Kapitän begegnet, hilft dieser ihm, seine Erinnerungen aufzufrischen. Denn Horace ist der anziehenden Frau schon in früheren Leben begegnet. Seine gedankliche Reise führt ihn nach Rom, Griechenland und Ägypten – und in jedem seiner vergangenen Leben spielte Jeanny eine überaus wichtige Rolle. Der naive Horace der Gegenwart lässt sich unterdessen vollkommen von Jeanny in die Mangel nehmen. Sie verführt ihn nach Strich und Faden, doch nicht genug damit, sie zieht ihm auch noch alles Geld aus der Tasche, das er besitzt. Kann er sich noch rechtzeitig den Fesseln Jeannys entziehen, bevor sie ihn in den Ruin treibt? Mit jeder weiteren Erinnerung wird Horace skeptischer, was Jeannys Absichten angeht. Doch warum sind sie überhaupt in jedem Leben verbunden? Was ist das Geheimnis ihrer Herkunft?

Meinung

Zunächst einmal hat mich das Cover total begeistert, obwohl ich nie geglaubt hätte, dass es sich um einen historischen Liebesroman handelt. Auch der Anfang hat mich etwas irritiert, beginnt das Buch doch in der Gegenwart. Schnell wird jedoch klar, was es damit auf sich hat. Der Autor lässt Horace Erinnerungen an seine vergangenen Leben in neuen Kapiteln beginnen, und somit findet man sich plötzlich in Rom, Ägypten und Griechenland wieder – in völlig anderen Jahrhunderten! Man erkennt das geschichtliche Hintergrundwissen von Ha. A. Mehler und die Idee der Wiedergeburt, um den Protagonisten gleich mehrere Epochen durchleben zu lassen, gepaart mit erotischen Elementen, ist aus meiner Sicht mal eine völlig neue Idee. Damit hebt sich das Buch von den üblichen Romanen ab und mir hat allein der Einfallsreichtum schon gefallen. Meiner Meinung nach ist dem Schreiber eine sehr gute Mischung aus Realität, Geschichte, Übernatürlichem und am Ende auch (ja ich hätte es auch nicht geglaubt) Science Fiction gelungen. 

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich an den Schreibstil des Autors gewöhnt habe und mir hat so ein bisschen die Beschreibung von Gefühlen/Gedanken gefehlt (ist aber natürlich Ansichtssache). Trotzdem kann man sich die Orte und Schauplätze sehr bildlich vorstellen und was viel wichtiger ist, die Spannung wird gehalten und nicht durch elend lange Gedankengänge der Figuren zunichte gemacht. Alles in allem hatte ich das Buch sehr schnell durchgelesen und kann es jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Roman ist, bei dem man nicht ständig denkt: sowas in der Art habe ich doch schon mal gelesen. Es bietet auf jeden Fall reichlich Abwechslung!

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