„Rubinrotes Blut“ von Anna Trapp

Ein Gastartikel zu einem Buch, das ich kürzlich gelesen und für gut befunden habe:

Rubinrotes_Blut_Anna_Trapp-475x700Bei der Autorin Anna Trapp handelt es sich nur im deutschsprachigen Raum um einen Newcomer oder um einen neuen Stern am Himmel der Kriminalschriftsteller. In mindestens acht Ländern ist sie bekannt. Inzwischen macht sie den größten Namen Konkurrenz. Auch in Deutschland könnte sie deshalb bald als die neue „Queen of Crime“ apostrophiert werden.
Was besonders gefällt an diesem Thriller ist die sorgfältige Recherche:
Die Autorin, von Haus aus eine Detektivin, begab sich Undercover zwei Jahre lang
in den Kunsthandel, um in Erfahrung zu bringen, wie und auf welche Weise hier
gefälscht, getürkt und gemogelt wird.
Wenige wissen: Fälschungen sind ein hoch lukratives Geschäft.
Es vergeht kein einziges Jahr, ohne dass Antiquitäten oder Gemälde von Alten
oder Neuen Meistern „wiederentdeckt“ werden. Die Anzahl der Fälschungen lässt sich nicht mehr seriös schätzen. Unter Polizeiermittlern gelten 60 Prozent aller Kunstprodukte als gefälscht oder falsch zugeschrieben. Insider dagegen behaupten, dass 90% aller Antiquitäten und Gemälde mit Vorsicht zu genießen sind. Gefälscht werden heute Möbel aller Stilrichtungen, kunsthandwerkliche Erzeugnisse, Bücher, Waffen, Porzellan, Schmuck, Münzen, Silberstempel, Maler der Moderne und immer wieder Alte Meister.
Alle möglichen Sachverständigen stellen sogenannte „Expertisen“ aus, die die Echtheit eines Gemäldes bestätigen sollen. Längst gibt es jedoch den verräterischen Ausdruck der „Gefälligkeitsexpertise“, ein Wort, das für sich selbst spricht. Davon abgesehen können auch die Expertisen honoriger Persönlichkeiten gefälscht werden.

Viele Insider-Informationen über den Kunsthandel werden in dem Roman „Rubinrotes Blut“ preisgegeben, die man ansonsten nicht so schnell in Erfahrung bringen kann. Man wird aufgeklärt, wie willkürlich alte Meister „hochklassifiziert“ und „herunterklassifiziert“ werden, auf welche Art und Weise gefälscht wird, wie Fälschungen raffiniert abgestützt werden und wie letztendlich der Käufer über den Tisch gezogen wird.

Nicht nur Crime und „rubinrote“ Blutpfützen spielen in diesem Roman eine Rolle, sondern auch der Sexus, der von einigen Figuren in diesem Roman schamlos und manipulativ eingesetzt wird.

Der Roman mag aufgrund seiner Fakten-Offenheit zur Kontroverse Anlass geben. Für jeden, der sich nicht nur gut unterhalten werden will, sondern auch hinter die Kulissen des Kunsthandels blicken möchte, ist das Buch eine Offenbarung.

Titel: Rubinrotes Blut
Autorin: Anna Trapp
Publiziert bei: Amazon-Kindle

Anna Trapp, Pseudonym
Die Autorin verfasste unter anderen Namen bereits mehr als 4 Bestseller; sie ist in 8 Ländern publiziert.
Anna Trapp ist wohnhaft in Florida, USA. Die Katzen- und Hunde-Liebhaberin interessierte sich schon immer für Verbrechen und Betrugsmethoden in den verschiedenen Wirtschaftszweigen. Eine Weile war sie als Detektivin für eine große Versicherungsgesellschaft tätig. Für diesen Roman arbeitete sie Undercover mehr als zwei Jahre im Kunsthandel, um direkt vor Ort die originalen Methoden des Betrugs und der Fälschung zu studieren.

Pressemitteilung von Anna Trapp

Rezension „Shadow Falls After Dark“ von C.C. Hunter

Wie alle Shadow-Falls-Camp-Fans sicher mitbekommen haben, ist von C. C. Hunter wieder eine neue Reihe erschienen. Ich konnte mich ebenfalls nicht zurückhalten, mir den ersten Band der Shadow Falls After Dark Reihe zu kaufen und war wieder mal begeistert.

u1_978-3-8414-2233-0.39902606Inhalt:

Vampirin Della ist frustriert. Die Ferien sind der absolute Albtraum: Die Freundinnen fehlen und die Eltern halten sie für gestört. Warum kann sie nicht einfach zurück ins Shadow Falls Camp und dort allen beweisen, dass sie die perfekte Ermittlerin für die FRU wäre? Doch dann entdeckt Della, dass ihr vermisster Onkel möglicherweise auch Vampir war… Bei der Rückkehr ins Camp ist Chaos vorprogrammiert, die Recherchen nach dem verschollenen Familienmitglied werfen tausende von Fragen auf, und auch in Liebesdingen läuft grade nichts, wie es sein sollte. Ihre Gefühle für Steve den Gestaltwandler geraten ins Wanken, denn ein neuer Vampir namens Chase Tallman mischt das Shadow Falls Camp gehörig auf.

Meinung:
Sehr angenehm fand ich diesmal, dass das Buch aus der Sicht von Kylies Freundin, der Vampirin Della, geschrieben ist. So schön die erste Reihe auch war, hat man dann ja doch langsam genug von Kylie und ihren Superkräften gelesen. Sie kann alles, sie ist nicht nur ein Chamäleon, eine seltene Art der Übernatürlichen, sondern dazu auch noch ein Protector und kann zudem Geister sehen und Menschen heilen. Kurz um: sie kann alles.
In der neuen Reihe tauchen zwar die Hexe Miranda und Kylie weiterhin in der Rolle der Freundinnen von Della auf, aber ihre Handlungen fallen eher weniger ins Gewicht und teilweise fand ich ihr Auftreten auch eher nervig.
Umso schöner war es, den neuen Charakter Chase kennen zu lernen, der zugegebenermaßen auch nach Ende des Buches noch ein großes Rätsel darstellt. Es ist schwer, ihn in eine Kategorie, Gut oder Böse, einzuordnen. Einerseits scheint er ein wichtiges Geheimnis zu haben und nicht immer ehrlich zu sein, andererseits hilft er, wo er nur kann. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten.
Im Mittelpunkt steht natürlich Della, deren Leben ein einziges Drunter und Drüber ist. Da wären auf der einen Seite ihre Eltern, die sie für einen rebellierenden Teenager halten und damit, auch wenn es Della natürlich nie offen zugeben würde, die Gefühle ihre Tochter verletzen. Auch die Beziehung zu dem Gestaltwandler Steve gestaltet sich als kompliziert, da Della sich strikt dagegen weigert, eine feste Bindung mit ihm einzugehen, obwohl ihre Gefühle längst etwas anderes wollen. Zu allem Überfluss gibt es noch einen Doppelmord in der Nähe des Camps, bei dessen Ermittlungen Della helfen darf. Damit geht einer ihrer größten Träume in Erfüllung, wäre da nicht die Tatsache, dass ihre Sinne sie regelmäßig im Stich zu lassen scheinen. Wieso fallen ihr Geruchssinn und ihr Supergehör in letzter Zeit regelmäßig aus? Und wohin ist ihr Cousin Chan verschwunden? Und hat sie tatsächlich noch Verwandte, von denen sie nichts weiß?
Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und man ist vom Anfang bis zum Ende gespannt, was für eine Lösung es für dieses ganze Durcheinander gibt. Natürlich bleiben auch wieder einige Fragen offen und machen Lust auf die Fortsetzung.
Im Großen und Ganzen hat C. C. Hunter wieder großartige Arbeit geleistet. Ihr Schreibstil ist, wie auch bei der vorherigen Reihe, fließend und leicht zu lesen, die Umgangssprache der Jugendlichen passt zu ihrem Alter und so manch ein Ausdruck ruft beim Lesen dann doch wieder das ein oder andere Schmunzeln hervor. Ich persönlich kann euch das Buch wärmstens empfehlen, ich freue mich schon darauf, wenn im Oktober der zweite Teil erscheint.