Rezension „Shadow Falls – After Dark – Unter dem Nachthimmel“ von C.C. Hunter

Vor einiger zeit habe ich euch ja Band 1 der Shadow Falls – After Dark Reihe vorgestellt. Seit Oktober ist nun auch die Fortsetzung erhältlich:

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Nach ihrer Wiedergeburt muss sich Vampir Della entscheiden: Für wen schlägt ihr Herz
wirklich? Und ist ein Blutsbund stärker als ein Herzenswunsch?

Nachdem Della ihre Wiedergeburt nur knapp überlebt hat, fühlt sich ihr Körper fremd an. Und ihr Liebesleben wird komplett auf den Kopf gestellt, denn mit dem mysteriösen Vampir Chase Tallman, dem sie ihr Überleben verdankt, verbindet sie ungewollt ein irres Gefühl. Und plötzlich sind da auch noch Stimmen in ihrem Kopf. Sie verlangen von Della die Aufklärung eines Verbrechens, in das auch ihre Familie verwickelt zu sein scheint: Ihr Vater soll einen Mord begangen haben…

 

Meinung:

Wie auch die vorherigen Bücher ist dieses sehr kurzweilig und schnell durchgelesen. Am Ende des ersten Teiles blieben ja doch einige Fragen offen, von denen einige in der Fortsetzung geklärt werden. Trotzdem wird auch hier wieder eine neue Handlung aufgebaut, die an Band 1  anknüpft. Della wird wieder mit einem neuen Fall bedacht, der ihr und Chase bis zum ende Kopfzerbrechen bereitet.

Eine gute Portion Spannung entsteht durch den Zeitdruck, mit dem die beiden umgehen müssen, denn diesmal geht es um Leben oder Tod. Dennoch muss ich sagen, dass mich Band 2 nicht ganz so begeistern konnte. Zum einen fand ich die Witze etwas flach. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, die Handlung zieht sich in die Länge und hat im Großen und Ganzen den selben Aufbau wie zuvor. Della wird von einem Geist heimgesucht, sie bekommt eine Aufgabe gestellt, das Ende.. na ihr wisst schon. Zudem sind einige Sachen sehr vorhersehbar gewesen, andere Handlungen wiederum waren mir eher unverständlich, explizit die Herangehensweise an die Lösung des Falles. Della verbringt einen Großteil der Zeit damit, mehr über sich selbst herauszufinden, was aber eher weniger dazu beiträgt, den Fall wirklich zu lösen.

Zudem versinkt sie wieder in einem Gefühlschaos und dramatisiert ihr Leben für meinen Geschmack etwas zu sehr. Natürlich ist auch ihr Liebesleben wieder schrecklich kompliziert – zum Glück wird das in Band 2 dann schnell behoben. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin mehr und mehr auf alte Handlungsstränge zurückgreift und diese lediglich etwas abwandelt.

Trotzdem wollen wir das Gute nicht ungesagt lassen! Trotz der Mängel hat es wieder Spaß gemacht, das Buch zu lesen und einige Geheimnisse zu lüften. Zudem bekommt man einen tieferen Einblick in Dellas Gefühlswelt, wodurch man den Charakter mehr und mehr ins Herz schließt. Sie ist rebellisch und aufsässig, trotzdem hat sie ein gutes Herz und versucht immer richtig zu Handeln, was in meinen Augen eine gute Mischung für eine Hauptfigur darstellt. Auch die anderen Charaktere zeigen wieder neue Seiten von sich und sorgen dann doch für die ein oder andere Überraschung. Wie üblich bei C.C. Hunters Büchern versinkt man durch den anschaulichen und flüssigen Schreibstil schnell in der Welt des Shadow Falls Camp und taucht problemlos in die Fortsetzung der Geschichte ein. Ich freue mich trotzdem auf Band 3 und bin natürlich gespannt, welche Antworten wir auf die offenen Fragen bekommen!

Rezension „Furcht des Weisen 1 + 2“ von Patrick Rothfuss

Da mich eine Erkältung mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt hat, finde ich nun endlich mal Zeit, euch wieder ein paar Rezensionen zu bieten. Ein weiterer Grund für den derzeitigen Mangel an Blogbeiträgen ist zudem, dass ich mir die beiden Bücher „Furcht des Weisen 1 + 2“ einverleibt habe, die wie auch der erste Band sehr umfangreich sind.

938166_rothfuss_band01.indd 9783608939262Inhalt

Furcht des Weisen 1

Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte. Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie.

Furcht des Weisen 2

Erleben Sie, wie Kvothe im Feenreich der betörenden Felurian begegnet, die ihn durch ihre märchenhafte Schönheit fast willenlos macht. Nur durch eine List kann er sich aus ihren Armen befreien. Und sein Weg führt ihn weiter zu den stillen Kriegern der Adem, von denen er die hohe Kunst des Lethani erlernt und das Schwert Saicere verliehen bekommt. Mit ihm und einem von Felurian gewobenen Schattenmantel tritt er die Reise zurück zum Hof des mächtigen Maer an, doch unterwegs wartet entsetzliches Unheil auf ihn. Dieser 2. Teil des Nachfolgebands von ‚Der Name des Windes‘ steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick.

Meinung

Vor einiger Zeit habe ich euch ja über „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss berichtet, in der die Geschichte um Kvote begann.
Die beiden Folgebände stehen diesem Buch in nichts nach und haben mich wieder genauso gefesselt und nächtelang wach gehalten. Zum Erzählstil brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen, auch hier schafft der Autor wieder eine fantastische und spannende neue Welt, erzählt wie üblich sehr bildlich durch anschauliche und kreative Vergleiche.
Obwohl ich gerne darüber gelesen habe, wie Kvote sich an der Universität durchschlägt und es immer wieder schafft, seine Studiengebühren aufzutreiben, kam an genau der richtigen Stelle eine Wendung in die Geschichte und der Protagonist wird in die weite Welt entlassen. Er lernt den Maer kennen, sichert sich dessen Wohlwollen und erlebt in seinem Dienste wahrlich ein paar spannende Abenteuer, die seine Erlebnisse aus Band 1 sogar noch toppen.
Kvote baut sich seinen Ruf weiter auf und bietet wieder allerhand Stoff für Gerüchte und Geschichten, die sich in der Welt verbreiten. Ab und zu schwankt die Geschichte dann wieder zu Kote dem Wirt um, der dem Chronisten ja gerade seine Lebensgeschichte erzählt. Immer wieder fragt man sich, wieso der verwegene und scheinbar unschlagbare Kvote so abgebaut hat und später nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Nun, so viel kann ich euch verraten: auch dieses Geheimnis bleibt vorerst verborgen und wir müssen uns gedulden, bis die Fortsetzung erscheint.

Was sehr positiv an den Büchern auffällt ist, dass sie trotz der beachtlichen Länge nie langweilig sind. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben. Es ist immer wieder interessant, wenn Kvote auf neue Menschen trifft und man die Beweg- und Hintergründe erfährt.
Eine meiner Lieblingsfiguren ist Tempi. Durch ihn lernt Kvote eine völlig neue Kultur kennen und seine Neugier treibt ihn dazu, alles darüber zu erfahren, was wohlweislich auch unserer Neugier zugute kommt :)
Einzig und allein die Zeit bei Felurian fand ich etwas langgezogen.
Ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung!