Rezension „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski (Teil 1 der Eleria-Trilogie)

Seit ich Erebos und Saeculum gelesen habe, zähle ich offiziell zu den Fans von Ursula Poznanski. Normalerweise hätte mich die inhaltliche Beschreibung des Buches „Die Verratenen“ nicht sonderlich gelockt, aber allein durch den Namen der Autorin habe ich mir viel erhofft und wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Verratenen von Ursula PoznanskiKlappentext:

Vertraue niemandem.
Denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint.
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit.
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

„Die Verratenen“ ist der erste Band einer Trilogie.

Meinung:

„Die Verratenen“ ist der erste Teil der Eleria-Trilogie. Anfangs erfährt man nicht direkt, wann genau die Geschichte stattfindet. Fakt ist, dass es viele Jahre in der Zukunft sind, nachdem der Mensch bereits dafür gesorgt hat, die Natur so weit zu zerstören, dass sie sich mit einer „langen Nacht“ sowie der darauf folgenden Eiszeit rächt. Einige Menschen haben diese Zeit überstanden, in dem sie sich in die so genannten Sphären flüchteten, die eigens dafür errichtet wurden, der Grausamkeit der Natur zu trotzen. Diese Glaskuppeln sind mit hochwertige Technik ausgestattet und man achtet nicht nur auf die Gesundheit der Bewohner, man versucht zudem, wieder Nahrung anzubauen und Raum für jene zu schaffen, die zurückgeblieben sind und seit Jahren in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Durch die Standesunterschiede entsteht eine gewisse Rivalität zwischen den Sphärenbewohnern und den so genannten Prims, für die Luxus ein Fremdwort ist und nur der Kampf ums Überleben zählt. Auch Ria und ihre Freunde sind von den guten Absichten der Sphärenbewohner überzeugt, bis sie durch einen Zufall erfährt, dass sie des Verrates beschuldigt wird. Ihre einzige Möglichkeit bleibt die Flucht in die Wildnis, wo ein erbitterter Kampf beginnt.

Über Ursula Poznanskis Schreibstil habe ich schon einiges gesagt und auch hier schafft sie es wieder, bildlich zu schreiben und damit den Leser in eine vollkommen anderen Welt zu versetzen. Die Eleria-Trilogie liest sich leicht, an den entsprechenden Stellen wird die Spannung gesteigert und es werden atemberaubende Momente geschaffen. Ich muss allerdings sagen, dass mich der Anfang des Buches nicht sonderlich begeistern konnte und ich kurz davor war, es abzubrechen. Hier zieht es sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Glücklicherweise habe ich durchgehalten und nach dem ersten Drittel wurde es so spannend, dass ich wieder einige Nächte lang viel zu wenig Schlaf bekommen habe, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte.

Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Rias ganze Überzeugung wird erschüttert und sie kommt nicht umhin, die guten Absichten der Sphärenbewohner anzuzweifeln und die „Wilden“ mit anderen Augen zu sehen. Am Ende des Buches wünscht man sich nicht sehnlicher, als sofort den zweiten Teil in der Hand halten zu können, um endlich herauszufinden, welchen Hintergrund die Geschehnisse haben. Ich kann euch die Trilogie wärmstens empfehlen!

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