Rezension „Elanus“ von Ursula Poznanski

Als geouteter Poznanski-Fan habe ich mir natürlich auch das Buch Elanus vorgenommen und bin nicht enttäuscht worden.

7822Inhalt

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

Meinung:

Der Jugend-Thriller ist wieder ganz im Stil von Ursula Poznanski sehr modern geschrieben und äußerst spannend. Gleich am Anfang kommen Fragen auf, die bis zum Ende des Buches ein großes Rätsel bleiben. Wieso verhält sich Jonas Gastfamilie so eigenartig? Welche Geheimnisse scheinen eine ganze Menge Leute zu haben? Mit der Drohne Elanus kommt Jona Stück für Stück den Antworten näher, auch wenn diese genauer betrachtet mehr als nur beängstigend sind. Schon bald findet er sich mitten im Geschehen wieder, ein Ausstieg scheint undenkbar.

Jona ist ein Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist, denn er ist bei weitem nicht perfekt. Hochintelligent wie er ist kommt es immer wieder zu Situationen, in denen er sich arrogant und überheblich zu verhält, wenn ihm etwas nicht passt, womit er sich natürlich nicht nur Freunde macht. Mit seinen erst 17 Jahren neigt er außerdem dazu, sich zu einigen unüberlegten Taten hinreißen zu lassen, die doch eigentlich nur dem Zweck dienen, seine Neugier zu befriedigen. Dass er mit dem Eindringen in die Privatsphäre eine Grenze überschreitet, ist ihm wohl bewusst, spätestens als er Geheimnisse erfährt, durch die sein eigenes Leben in Gefahr schwebt.

Das Buch „Elanus“ zu lesen hat wirklich viel Spaß gemacht, da hier bis zum Ende die Spannung gehalten und natürlich auch die eigene Neugier geweckt wird. Was wird man durch die Kamera auf Elanus nächstem Flug erfahren? Aber auch der Charakter „Jona“ ist sehr gut ausgearbeitet. Anfangs noch überheblich und nicht ohne Grund ein Außenseiter macht er eine große Entwicklung im Laufe des Buches mit. Er lernt in Marlene und Pascal neue Freunde kennen, sie tragen zudem dazu bei, dass er seine eigenen Handlungen auch einmal infrage stellt und so reagiert, wie man es von einem sympatischen Protagonisten erwartet. Alles in allem ein sehr guter Roman, den ich euch empfehlen kann.

Rezension „Die Verratenen“ von Ursula Poznanski (Teil 1 der Eleria-Trilogie)

Seit ich Erebos und Saeculum gelesen habe, zähle ich offiziell zu den Fans von Ursula Poznanski. Normalerweise hätte mich die inhaltliche Beschreibung des Buches „Die Verratenen“ nicht sonderlich gelockt, aber allein durch den Namen der Autorin habe ich mir viel erhofft und wurde auch hier nicht enttäuscht.

Die Verratenen von Ursula PoznanskiKlappentext:

Vertraue niemandem.
Denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint.
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit.
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

„Die Verratenen“ ist der erste Band einer Trilogie.

Meinung:

„Die Verratenen“ ist der erste Teil der Eleria-Trilogie. Anfangs erfährt man nicht direkt, wann genau die Geschichte stattfindet. Fakt ist, dass es viele Jahre in der Zukunft sind, nachdem der Mensch bereits dafür gesorgt hat, die Natur so weit zu zerstören, dass sie sich mit einer „langen Nacht“ sowie der darauf folgenden Eiszeit rächt. Einige Menschen haben diese Zeit überstanden, in dem sie sich in die so genannten Sphären flüchteten, die eigens dafür errichtet wurden, der Grausamkeit der Natur zu trotzen. Diese Glaskuppeln sind mit hochwertige Technik ausgestattet und man achtet nicht nur auf die Gesundheit der Bewohner, man versucht zudem, wieder Nahrung anzubauen und Raum für jene zu schaffen, die zurückgeblieben sind und seit Jahren in der Wildnis ums Überleben kämpfen. Durch die Standesunterschiede entsteht eine gewisse Rivalität zwischen den Sphärenbewohnern und den so genannten Prims, für die Luxus ein Fremdwort ist und nur der Kampf ums Überleben zählt. Auch Ria und ihre Freunde sind von den guten Absichten der Sphärenbewohner überzeugt, bis sie durch einen Zufall erfährt, dass sie des Verrates beschuldigt wird. Ihre einzige Möglichkeit bleibt die Flucht in die Wildnis, wo ein erbitterter Kampf beginnt.

Über Ursula Poznanskis Schreibstil habe ich schon einiges gesagt und auch hier schafft sie es wieder, bildlich zu schreiben und damit den Leser in eine vollkommen anderen Welt zu versetzen. Die Eleria-Trilogie liest sich leicht, an den entsprechenden Stellen wird die Spannung gesteigert und es werden atemberaubende Momente geschaffen. Ich muss allerdings sagen, dass mich der Anfang des Buches nicht sonderlich begeistern konnte und ich kurz davor war, es abzubrechen. Hier zieht es sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Glücklicherweise habe ich durchgehalten und nach dem ersten Drittel wurde es so spannend, dass ich wieder einige Nächte lang viel zu wenig Schlaf bekommen habe, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte.

Immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Rias ganze Überzeugung wird erschüttert und sie kommt nicht umhin, die guten Absichten der Sphärenbewohner anzuzweifeln und die „Wilden“ mit anderen Augen zu sehen. Am Ende des Buches wünscht man sich nicht sehnlicher, als sofort den zweiten Teil in der Hand halten zu können, um endlich herauszufinden, welchen Hintergrund die Geschehnisse haben. Ich kann euch die Trilogie wärmstens empfehlen!

Rezension „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ von Kerstin Gier

Die Empfehlung für das Buch „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ von Kerstin Gier habe ich von meiner Mutter bekommen. Üblicherweise haben wir einen unterschiedlichen Geschmack, was Bücher angeht und der Roman fällt auch nicht in die Kategorien, die ich üblicherweise lese. Da mich aber schon mehr Romane von Kerstin Gier begeistern konnten, habe ich mal einen Blick reingeworfen und es im Nachhinein auch nicht bereut.

In Wahrheit wird viel mehr gelogenInhalt:

Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten.
Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt.
Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen „Nummer zweihundertdreiundvierzig“ helfen ihr bei einem Neuanfang …

Ich muss vorab sagen, dass ich das Buch, nachdem ich einmal angefangen hatte, innerhalb eines sonnigen Tages auf der Terasse durchgelesen habe. Der Roman lässt sich so flüssig und einfach lesen, dass man ihn gar nicht wieder aus der Hand legen will. Kerstin Gier hat hier trotz des ernsten und traurigen Themas mit so viel Witz geschrieben, dass ich immer wieder schmunzeln musste. Ausschlaggebend dafür waren die Handlungen und Gedanken der Protagonistin Carolin, in deren Leben wir einen Einblick bekommen. Nach dem Tod ihres Mannes fällt sie zunächst nicht nur in eine Phase der Trauer, die sie mit den ulkigsten Vorhaben versucht zu überstehen, sie scheint auch besonders in dieser Zeit von besonders vielen „Idioten “ umgeben zu sein, die sie an den Rand ihrer Geduld bringen. Demnach spart sie auch nicht mit bissigen Kommentaren und Gedanken, sie hat auch in der schweren Zeit nicht unbedingt die nötigen Nerven, diese aus Rücksicht für sich zu behalten. Als Hochbegabte mit mehreren Studienabschlüssen wird sie regelmäßig unterschätzt, was nicht selten zu peinlichen und dennoch witzigen Situationen führt, besonders, als sie sich das erste mal betrinkt und die Wirkung zu spüren bekommt. Hinzukommt, dass sie sich mit der Familie ihres verstorbenen Mannes auseinandersetzen muss, die wenig Sympathie für ihn und sie gehegt, nun aber ein Auge auf das nicht gerade kleine Erbe geworfen haben. Alles in allem war es ein witziges Lesevergnügen mit einigen emotionalen Aspekten und inem Hauch Sarkasmus. Genau das richtige für Zwischendurch und zum Abschalten.

 

Rezension Night School 1-5 von C.J. Daugherty

Ich habe vor kurzem die ganze Reihe der Night School Bücher von C.J. Daugherty gelesen und war sehr begeistert davon:

Night School

Inhalt

Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und wird von ihren Eltern auf das Internat Cimmeria geschickt, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen umworben. Gleichzeitig häufen sich eigenartige Vorfälle auf Cimmeria, und als ein Mord geschieht, gerät Allie unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Wem kann sie jetzt noch trauen?

 

Um es vorweg zu nehmen: Ja, es ist mal WIEDER ein Buch über ein Internat, über ein Mädchen, dass dort ein vollkommen neues Leben beginnt etc.. Na und? Die Menschen lesen so etwas eben gern! Kaum ein Autor kann heutzutage noch das Rad neu erfinden und es wäre für diese Geschichte einfach nicht passend, wenn die Protagonistin von ihren Eltern gezwungen wird, in einer Höhle am Stadtrand oder den Katakomben unter einer Kirche zu leben (obwohl sicher auch schon Autoren über so etwas geschrieben haben). Das Argument „ist ein Abklatsch von dem und dem Buch“ finde ich mittlerweile aus der Luft gegriffen und unpassend, da ich mich selbst auch immer wieder damit auseinandersetzen muss. Wer so argumentiert, soll doch bitte spaßeshalber mal ein Thema nennen, über welches noch absolut niemand geschrieben hat – er wird nur vermutlich keines finden und wenn doch, dann kann er ja mal versuchen, ein Buch darüber zu schreiben. Aber Vorsicht, es sollte keine Liebesbeziehung in dem Buch vorkommen, diese könnte ja klischeehaft sein… Ihr versteht, was ich damit sagen will, oder? Besonders jene, die selbst die Night School Bücher, in denen nicht einmal Magie vorkommt, mit Harry Potter und ähnlichem vergleichen, einfach nur weil es um ein Internat geht, sollten vielleicht das Rezensieren von Büchern sein lassen. Was ich damit sagen will ist, dass kein/e Autor/in eine 1-Sterne-Rezension verdient hat, wenn die Geschichte nicht komplett abgekupfert oder eine grammatikalische Katastrophe ist. Lasst euch also bitte nicht von den wenigen schlechten Rezis blenden.

 

Aber um auf die Geschichte selbst zurück zu kommen: Die Night School Bücher von C.J. Daugherty  sind trotz der fehlenden magischen Elemente sehr mysteriös und geheimnisvoll, was in meinen Augen schon eine Kunst für sich ist. Teilweise habe ich wirklich darauf gewartet, dass jeden Moment etwas Übernatürliches passiert – einfach weil die Stimmung passend und die nötige Spannung vorhanden war.

Allie ist zunächst entsetzt, dass sie von ihren Eltern auf ein Internat geschickt wird, das sich angeblich schwer erziehbaren Teenagern annimmt. Sie fühlt sich anfangs vollkommen fehl am Platz, findet jedoch schnell Anschluss in den Reihen der anderen Schüler und gewinnt einige Freunde für sich. Schon relativ zeitnah gilt es, einigen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, denn die Schule ist mehr, als es Allie anfangs weisgemacht wird, wobei mit jeder Seite mehr und mehr Spannung aufgebaut wird. Sie versucht zudem herauszufinden, was es mit der Night School auf sich hat, einer geheimnisvollen Organisation, der nur wenige Schüler angehören dürfen. Sie findet in Jo eine gute Freundin und wird sogleich von dem Mädchenschwarm Silvain angeschmachtet. Dagegen scheint sie der düstere Carter absichtlich immer wieder in den Wahnsinn zu treiben.

Die Autorin hat einen flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil, der passend zum Alter der Protagonisten ist. Man kann sich sehr gut in Allies Gefühlswelt reinversetzen und auch ihre Verwirrung nachvollziehen, die typisch für ein Mädchen ihres Alters ist, das mit der Aufmerksamkeit von zwei Jungs konfrontiert wird. Allie ist taff und sympathisch, es macht Spaß, die Welt durch ihre Augen zu sehen und den Geheimnissen von Cimmeria auf den Grund zu gehen. Auch die anderen Charaktere sind authentisch und überraschen immer wieder auf die ein oder andere Weise.

Von mir gibt es zusätzlich einen dicken Pluspunkt für die Unvorhersehbarkeit der Geschichte. Jeder auf der Akademie könnte der Verräter sein und ich selbst habe erst ziemlich spät eine Ahnung davon bekommen, wer es tatsächlich ist. Auch der Hintergrund der Existenz von Cimmeria ist sehr gut ausgearbeitet und es war wahnsinnig spannend zu lesen, wie Allie herausfindet, dass sie weitaus mehr mit der Schule in Verbindung steht, als sie anfangs gedacht hätte. Eine klare Lese-Empfehlung.

Rezension „Saeculum“ von Ursula Poznanski

Wie schon in der letzten Rezension erwähnt, habe ich noch ein weiteres Buch von Ursula Poznanski gelesen, wobei ich tatsächlich sagen muss, dass mir Saeculum noch besser gefallen hat, als Erebos.

7028_JUB_U.Poznanski.inddInhalt

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meinung

Der Jugendthriller war von Anfang bis Ende spannend, wobei es natürlich auch Stellen gab, an denen es ruhiger zuging. Ursula Poznanski versteht es, die Leser zu fesseln. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen und ich habe erst kurz vor Schluss eine nur vage Ahnung davon bekommen, wer oder was hinter den Geschehnissen steckt. Viele Bücher sind ja vorhersehbar, doch hier kamen so viele kuriose Ereignisse und Zusammenhänge vor, dass man bis zum Ende unbedingt erfahren will, was des Rätsels Lösung ist.

Dazu kommt, dass die Autorin einen klasse Schreibstil hat. An den spannenden Stellen geschehen die Ereignisse Schlag auf Schlag, man wird nicht durch unangebrachte Beschreibungen abgelenkt, die die Spannung mindern. Andersherum schafft sie es, in „ruhigen“ Momenten, die Charaktere und Umgebung so bildlich zu beschreiben, dass man beinahe denkt, selbst zu der Gruppe in der Wildnis zu gehören. Man fiebert in jedem Augenblick mit und spürt die geheimnisvolle und teilweise auch beängstigende Stimmung im Wald förmlich am eigenen Leib. Generell ist die Ausarbeitung der Charaktere in diesem Buch sehr gut gelungen, was ich bei „Erebos“ leider nicht ganz so gut fand. Man kann sich mit Bastian identifizieren, aber auch die Handlungen von Iris und teilweise auch Paul nachvollziehen.

Ich möchte euch zum Inhalt gar nicht so viel verraten, um nicht eure eigenen Vermutungen zur Lösung des Rätsels zunichte zu machen. Saeculum ist bisher das beste Buch, was ich 2016 gelesen habe, und ich denke es wird auch noch eine Weile ungeschlagen bleiben. Ich habe selten Geschichten, bei denen ich so mitfiebere, wie bei diesem Buch. Daher ein ganz klarer Daumen nach oben und eine klare Empfehlung an euch :-)

Rezension „Erebos“ von Ursula Poznanski

Nachdem ich viele Jahre lang besonders gerne ewig lange und am besten nie endende Fantasy-Reihen gelesen habe, hatte ich plötzlich genug davon. Ich habe einige (teilweise sehr gut geschriebene Bücher) abgebrochen, weil ich einfach nicht reingekommen bin und mal etwas Neues gebraucht habe. Dabei bin ich auf Erebos gestoßen.

71fRXpem1lLInhalt

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Meinung

 

Zugegeben, ein bisschen Fantasy ist trotzdem enthalten, wenn auch auf eine etwas andere Art. Normalerweise bin ich kein Fan von Computerspielen, jedenfalls konnte ich mich noch nicht so richtig dafür begeistern. Nachdem mir Amazon jedoch das Buch vorgeschlagen hat und mir die Beschreibung und auch die Rezensionen zugesagt haben, dachte ich, einen Versuch ist es wert. Und es hat sich definitiv gelohnt.

Mal abgesehen davon, dass das Buch auch einen pädagogischen Hintergrund hat, war es sehr unterhaltsam, in die Welt der Computerspiele einzutauchen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich in diesem Gebiet auskennt. Die Geschichte an sich ist nicht weit hergeholt und auf beängstigende Weise nachvollziehbar.

Zunächst Beginn des damit, dass Nick in seine Schule ein seltsames Verhalten bei seinen Mitschülern und Freunden bemerkt. Keiner scheint darüber reden zu wollen, was sie plötzlich so beschäftigt, sie vom Training und Hausaufgaben machen abhält und nachts nicht schlafen lässt. Nick wird immer neugieriger und versucht natürlich, das Geheimnis zu lösen. Schon nach wenigen Seiten will man unbedingt erfahren, was es mit diesem seltsamen Computerspiel auf sich hat. Doch erst, als das Spiel tatsächlich beginnt, wird es richtig spannend. Schritt für Schritt verfolgt man Nick dabei, wie er in die Welt von Erebos eintaucht, und kann von Anfang an nachvollziehen, wieso er sich nicht von dem Spiel losreißen kann. Im Laufe des Buches wird die Geschichte immer vertrackter, spannender und auch gefährlicher. Erebos gehört auf jeden Fall zu den Büchern, von denen man sich nicht losreißen kann. Das Jugendbuch ist ein Thriller, der jedoch einige Fantasy-Elemente enthält. Der Autorin kann man nur das allergrößte Lob zusprechen, ihr Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, wobei sie schon nach kurzer Zeit eine interessante und spannende Welt erschafft. Schon nach wenigen Seiten ist man vollkommen in das Buch eingetaucht.

Aufregend war vor allem auch, dass kaum etwas, was in der Geschichte passiert, vorhersehbar ist. Immer wieder gibt es Überraschungen und Wendungen, was scheinbar eine Spezialität der Autorin ist. Nach Erebos habe ich gleich noch ein weiteres Buch von ihr gelesen, was nicht weniger gut war, aber dazu komme ich an einem anderen Tag. Nach Erebos kann ich sagen, dass Ursula Poznanski zu den absolut lesenswerten Autoren gehört, zu deren Büchern ich sicher noch weitere Male greifen werde. Es ist besonders schwer, Bücher zu finden, deren Grundgedanke nicht schon von anderen Autoren aufgegriffen wurde. Erebos war (für mich) etwas vollkommen Neues. Die Geschichte war an keiner Stelle zu langatmig oder langweilig, was mir viele schlaflose Nächte beschert hat. Nachdem ich das gelesen habe, hätte ich beinahe selbst Lust bekommen, in die Welt der Computerspiele einzutauchen. Gottseidank war mir das Buch Warnung genug ;-)

Rezension „Silber-Trilogie“ von Kerstin Gier

Ich habe die letzten freien Tage damit zugebracht, die Silber-Reihe von Kerstin Gier zu lesen und freue mich über den tollen Abschluss des Jahres. Mir hat die Rubinenrot-Reihe schon sehr gut gefallen, allerdings hat mir der Film die Geschichte etwas madig gemacht – weshalb mir die Silber-Reihe auch fast schon besser gefällt. Es war wieder ein tolles, wenn auch leider kurzweiliges Lesevergnügen.

Inhalt

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…
61gFNhSXMdL._SX324_BO1,204,203,200_

Meinung

Schon am Anfang, als über Livs und Mias Leben berichtet wird, habe ich mich von dem Buch kaum lösen können, denn die beiden sind absolut authentisch. Der Charakter Liv (Olivia), um den sich das Buch hauptsächlich dreht, ist absolut gelungen. Sie ist schlagfertig, sympatisch und reagiert so, wie man es von einem Mädchen in diesem Alter erwartet.

Liv und Mia führen durch den doch sehr unbeständigen Lebenswandel ihrer Mutter ein recht chaotisches Leben und haben bereits auf nahezu jedem Kontinent gelebt. Umso schöner ist es, dass ihre Mutter in London endlich Wurzeln schlägt und den beiden Kindern eine Familie und ein richtiges zu Hause bieten will, auch wenn die zwei Mädchen anfangs nicht so begeistert sind. Nach und nach lernen sie die neue Familie und neue Freunde kennen, wobei die verschiedenen Charaktere dem Buch das gewisse Etwas verleihen.

So machen es das Bocker (Biest in Ocker) alias Stiefgroßmutter, Florence die Stiefschwester und Emily, die Freundin des Stiefbruders Grayson, den Mädchen nicht gerade leicht und verleiten sie zu unüberlegten Handlungen, die nicht gänzlich ohne Folgen bleiben. Dennoch gibt es auch Personen, die man gleich von Anfang an ins Herz schließt, wie das Kindermädchen Lotti, die kulinarische Köstlichkeiten zum trösten bäckt, oder auch Grayson, der sich vom arroganten gelangweilten Jungen zum fürsorglichen Stiefbruder entwickelt. Selbst Persephone, die sich aufgrund von Livs familiären Beziehung zu Grayson und seiner Clique zu Livs bester Freundin macht (ja, sie hat es mal eben selbst so festgelegt), kann man mit der Zeit etwas abgewinnen.

Obwohl sich Liv immer dagegen gewehrt hat, sich zu verlieben, wird sie bei Graysons Freund Henry schwach und sieht sich den typischen Problemen eines Teenagers gegenüber. Wenn da doch nur nicht die anderen Sorgen wären, mit denen sie sich herumplagen muss. Wieso musste sie auch so neugierig sein und Grayson in die verwirrende Traumwelt folgen? Hier scheinen die Regeln der Realität nicht zu gelten und Liv muss sich gegen besessene Mitschüler zur Wehr setzen, die mal eben einen Dämon beschworen haben und ihre Mitmenschen durch Träume beeinflussen. Plötzlich findet sie sich mitten im Geschehen wieder und sieht sich Problemen gegenüber, die scheinbar unlösbar sind.

Kerstin Gier hat wieder eine fantasievolle und spannende Trilogie veröffentlicht, die ich euch nur empfehlen kann. Sie schafft es wie immer, witzig und erfrischend zu schreiben, die Trilogie steckt voller unterhaltsamer Momente und die Geschichte hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht. Weiterhin hat die Autorin ein Talent dafür, sich in Mädchen im Teenageralter hinein zu versetzen und die für dieses Alter typischen Probleme anzusprechen, wie die erste Liebe und die damit verbundene Unsicherheit, die Probleme mit Eltern und in diesem Fall auch Trennung und Patchwork-Familie, sowie das Einfinden in einer neuen Schule und das Schließen von Freundschaften. Erwachsenwerden ist eben nicht immer einfach!
Sehr angenehm fand ich, dass sie mit dem Traumkorridor eine gewisse Ordnung in das Wirrwarr der Träume gebracht hat, so dass man nicht das Gefühl hatte, den Faden zu verlieren und immer genau wusste, in welchem Traum man sich gerade wiederfindet.
Es gibt also durchweg Positives über die Silber-Trilogie zu berichten. Eine einzige, kleine Sache hat mich etwas genervt, nämlich dass in circa jedem Kapitel erwähnt wird, dass Liv Kung-Fu kann – was mir persönlich dann immer mal das ein oder andere Stirnrunzeln entlockt hat. Trotzdem ist diese Reihe für Fantasy-Fans ein Muss!

Rezension „Shadow Falls – After Dark – Unter dem Nachthimmel“ von C.C. Hunter

Vor einiger zeit habe ich euch ja Band 1 der Shadow Falls – After Dark Reihe vorgestellt. Seit Oktober ist nun auch die Fortsetzung erhältlich:

51DLAThhFYL._SX304_BO1,204,203,200_Inhalt:

Nach ihrer Wiedergeburt muss sich Vampir Della entscheiden: Für wen schlägt ihr Herz
wirklich? Und ist ein Blutsbund stärker als ein Herzenswunsch?

Nachdem Della ihre Wiedergeburt nur knapp überlebt hat, fühlt sich ihr Körper fremd an. Und ihr Liebesleben wird komplett auf den Kopf gestellt, denn mit dem mysteriösen Vampir Chase Tallman, dem sie ihr Überleben verdankt, verbindet sie ungewollt ein irres Gefühl. Und plötzlich sind da auch noch Stimmen in ihrem Kopf. Sie verlangen von Della die Aufklärung eines Verbrechens, in das auch ihre Familie verwickelt zu sein scheint: Ihr Vater soll einen Mord begangen haben…

 

Meinung:

Wie auch die vorherigen Bücher ist dieses sehr kurzweilig und schnell durchgelesen. Am Ende des ersten Teiles blieben ja doch einige Fragen offen, von denen einige in der Fortsetzung geklärt werden. Trotzdem wird auch hier wieder eine neue Handlung aufgebaut, die an Band 1  anknüpft. Della wird wieder mit einem neuen Fall bedacht, der ihr und Chase bis zum ende Kopfzerbrechen bereitet.

Eine gute Portion Spannung entsteht durch den Zeitdruck, mit dem die beiden umgehen müssen, denn diesmal geht es um Leben oder Tod. Dennoch muss ich sagen, dass mich Band 2 nicht ganz so begeistern konnte. Zum einen fand ich die Witze etwas flach. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, die Handlung zieht sich in die Länge und hat im Großen und Ganzen den selben Aufbau wie zuvor. Della wird von einem Geist heimgesucht, sie bekommt eine Aufgabe gestellt, das Ende.. na ihr wisst schon. Zudem sind einige Sachen sehr vorhersehbar gewesen, andere Handlungen wiederum waren mir eher unverständlich, explizit die Herangehensweise an die Lösung des Falles. Della verbringt einen Großteil der Zeit damit, mehr über sich selbst herauszufinden, was aber eher weniger dazu beiträgt, den Fall wirklich zu lösen.

Zudem versinkt sie wieder in einem Gefühlschaos und dramatisiert ihr Leben für meinen Geschmack etwas zu sehr. Natürlich ist auch ihr Liebesleben wieder schrecklich kompliziert – zum Glück wird das in Band 2 dann schnell behoben. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin mehr und mehr auf alte Handlungsstränge zurückgreift und diese lediglich etwas abwandelt.

Trotzdem wollen wir das Gute nicht ungesagt lassen! Trotz der Mängel hat es wieder Spaß gemacht, das Buch zu lesen und einige Geheimnisse zu lüften. Zudem bekommt man einen tieferen Einblick in Dellas Gefühlswelt, wodurch man den Charakter mehr und mehr ins Herz schließt. Sie ist rebellisch und aufsässig, trotzdem hat sie ein gutes Herz und versucht immer richtig zu Handeln, was in meinen Augen eine gute Mischung für eine Hauptfigur darstellt. Auch die anderen Charaktere zeigen wieder neue Seiten von sich und sorgen dann doch für die ein oder andere Überraschung. Wie üblich bei C.C. Hunters Büchern versinkt man durch den anschaulichen und flüssigen Schreibstil schnell in der Welt des Shadow Falls Camp und taucht problemlos in die Fortsetzung der Geschichte ein. Ich freue mich trotzdem auf Band 3 und bin natürlich gespannt, welche Antworten wir auf die offenen Fragen bekommen!

Rezension „Furcht des Weisen 1 + 2“ von Patrick Rothfuss

Da mich eine Erkältung mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt hat, finde ich nun endlich mal Zeit, euch wieder ein paar Rezensionen zu bieten. Ein weiterer Grund für den derzeitigen Mangel an Blogbeiträgen ist zudem, dass ich mir die beiden Bücher „Furcht des Weisen 1 + 2“ einverleibt habe, die wie auch der erste Band sehr umfangreich sind.

938166_rothfuss_band01.indd 9783608939262Inhalt

Furcht des Weisen 1

Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte. Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie.

Furcht des Weisen 2

Erleben Sie, wie Kvothe im Feenreich der betörenden Felurian begegnet, die ihn durch ihre märchenhafte Schönheit fast willenlos macht. Nur durch eine List kann er sich aus ihren Armen befreien. Und sein Weg führt ihn weiter zu den stillen Kriegern der Adem, von denen er die hohe Kunst des Lethani erlernt und das Schwert Saicere verliehen bekommt. Mit ihm und einem von Felurian gewobenen Schattenmantel tritt er die Reise zurück zum Hof des mächtigen Maer an, doch unterwegs wartet entsetzliches Unheil auf ihn. Dieser 2. Teil des Nachfolgebands von ‚Der Name des Windes‘ steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick.

Meinung

Vor einiger Zeit habe ich euch ja über „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss berichtet, in der die Geschichte um Kvote begann.
Die beiden Folgebände stehen diesem Buch in nichts nach und haben mich wieder genauso gefesselt und nächtelang wach gehalten. Zum Erzählstil brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen, auch hier schafft der Autor wieder eine fantastische und spannende neue Welt, erzählt wie üblich sehr bildlich durch anschauliche und kreative Vergleiche.
Obwohl ich gerne darüber gelesen habe, wie Kvote sich an der Universität durchschlägt und es immer wieder schafft, seine Studiengebühren aufzutreiben, kam an genau der richtigen Stelle eine Wendung in die Geschichte und der Protagonist wird in die weite Welt entlassen. Er lernt den Maer kennen, sichert sich dessen Wohlwollen und erlebt in seinem Dienste wahrlich ein paar spannende Abenteuer, die seine Erlebnisse aus Band 1 sogar noch toppen.
Kvote baut sich seinen Ruf weiter auf und bietet wieder allerhand Stoff für Gerüchte und Geschichten, die sich in der Welt verbreiten. Ab und zu schwankt die Geschichte dann wieder zu Kote dem Wirt um, der dem Chronisten ja gerade seine Lebensgeschichte erzählt. Immer wieder fragt man sich, wieso der verwegene und scheinbar unschlagbare Kvote so abgebaut hat und später nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Nun, so viel kann ich euch verraten: auch dieses Geheimnis bleibt vorerst verborgen und wir müssen uns gedulden, bis die Fortsetzung erscheint.

Was sehr positiv an den Büchern auffällt ist, dass sie trotz der beachtlichen Länge nie langweilig sind. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben. Es ist immer wieder interessant, wenn Kvote auf neue Menschen trifft und man die Beweg- und Hintergründe erfährt.
Eine meiner Lieblingsfiguren ist Tempi. Durch ihn lernt Kvote eine völlig neue Kultur kennen und seine Neugier treibt ihn dazu, alles darüber zu erfahren, was wohlweislich auch unserer Neugier zugute kommt :)
Einzig und allein die Zeit bei Felurian fand ich etwas langgezogen.
Ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung!

Rezension „Grey“ von E. L. James

Lange bin ich an dem Regal mit dem Buch Grey vorbeigegangen gegangen, aus dem einfachen Grund, dass ich der Meinung war, die Geschichte beziehungsweise den Inhalt zu kennen. Sicher geht es den meisten von euch so und ihr habt bereits die ersten drei Bücher gelesen oder zumindest den Film gesehen. Aus einem Impuls heraus habe ich es schließlich doch mitgenommen und gleich am ersten Abend reingeschaut. Überraschenderweise hat mich die Story abermals gefesselt, wobei ich aber sagen muss, dass es schon einige Zeit her ist, dass ich Fifty Shades of Grey gelesen habe.

51nMezUjgrL._SX326_BO1,204,203,200_

Inhalt

Sehen Sie die Welt von Fifty Shades of Grey auf ganz neue Weise – durch die Augen von Christian Grey. Erzählt in Christians eigenen Worten, erfüllt mit seinen Gedanken, Vorstellungen und Träumen zeigt E L James die Liebesgeschichte, die Millionen von Lesern auf der ganzen Welt in Bann geschlagen hat, aus völlig neuer Perspektive. Christian Grey hat in seiner Welt alles perfekt unter Kontrolle. Sein Leben ist geordnet, diszipliniert und völlig leer – bis zu jenem Tag, als Anastasia Steele in sein Büro stürzt. Ihre Gestalt, ihre perfekten Gliedmaßen und ihr weich fallendes braunes Haar stellen sein Leben auf den Kopf. Er versucht, sie zu vergessen und wird stattdessen von einem Sturm der Gefühle erfasst, den er nicht begreift und dem er nicht widerstehen kann. Anders als all die Frauen, die er bisher kannte, scheint die schüchterne, weltfremde Ana direkt in sein Innerstes zu blicken – vorbei an dem erfolgreichen Geschäftsmann, vorbei an Christians luxuriösem Lebensstil und mitten in sein zutiefst verletztes Herz. Kann Christian mit Ana an seiner Seite die Schrecken seiner Kindheit überwinden, die ihn noch immer jede Nacht verfolgen? Oder werden seine dunklen Begierden, sein Zwang zur Kontrolle und der Selbsthass, der seine Seele erfüllt, diese junge Frau vertreiben und damit die zerbrechliche Hoffnung auf Erlösung zerstören, die sie ihm bietet?

 

Meinung

Zum Inhalt und Schreibstil brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen, von Anastasia und Christian muss man einfach ein Fan sein. Es war sehr aufschlussreich, alles aus der Sicht von Christian zu sehen und natürlich sind auch die ein oder anderen Szenen dabei, die man im ersten Buch nicht gelesen hat, spätestens dann, als Christian und Ana nicht mit Fesselspielen beschäftigt waren. Man bekommt einen kleinen Einblick in Christians Berufsleben und sein Geschäft, seinen Alltag und seine Hobbys. Am spannendsten war natürlich, mehr über seine schreckliche Vergangenheit zu erfahren und seine Gedanken zu kennen, als er Ana das erste Mal sieht, sie begehrt und sich nach und nach in sie verliebt. Etwas nervig war es zwar, dass er sie ständig in Gedanken Baby nennt und zugegebenermaßen hätte ich ihn mir innerlich etwas charmanter vorgestellt, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass der Charakter perfekt zu ihm passt. Erst nach diesem Buch versteht man wirklich, wie schwer es für ihn war, über seinen Schatten zu springen und eine intensivere Beziehung zuzulassen, als er es bei Anastasias Vorgängerinnen getan hat. Ich kann es euch also wärmstens empfehlen :-)

Vorherige ältere Einträge