Rezension „Silber-Trilogie“ von Kerstin Gier

Ich habe die letzten freien Tage damit zugebracht, die Silber-Reihe von Kerstin Gier zu lesen und freue mich über den tollen Abschluss des Jahres. Mir hat die Rubinenrot-Reihe schon sehr gut gefallen, allerdings hat mir der Film die Geschichte etwas madig gemacht – weshalb mir die Silber-Reihe auch fast schon besser gefällt. Es war wieder ein tolles, wenn auch leider kurzweiliges Lesevergnügen.

Inhalt

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…
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Meinung

Schon am Anfang, als über Livs und Mias Leben berichtet wird, habe ich mich von dem Buch kaum lösen können, denn die beiden sind absolut authentisch. Der Charakter Liv (Olivia), um den sich das Buch hauptsächlich dreht, ist absolut gelungen. Sie ist schlagfertig, sympatisch und reagiert so, wie man es von einem Mädchen in diesem Alter erwartet.

Liv und Mia führen durch den doch sehr unbeständigen Lebenswandel ihrer Mutter ein recht chaotisches Leben und haben bereits auf nahezu jedem Kontinent gelebt. Umso schöner ist es, dass ihre Mutter in London endlich Wurzeln schlägt und den beiden Kindern eine Familie und ein richtiges zu Hause bieten will, auch wenn die zwei Mädchen anfangs nicht so begeistert sind. Nach und nach lernen sie die neue Familie und neue Freunde kennen, wobei die verschiedenen Charaktere dem Buch das gewisse Etwas verleihen.

So machen es das Bocker (Biest in Ocker) alias Stiefgroßmutter, Florence die Stiefschwester und Emily, die Freundin des Stiefbruders Grayson, den Mädchen nicht gerade leicht und verleiten sie zu unüberlegten Handlungen, die nicht gänzlich ohne Folgen bleiben. Dennoch gibt es auch Personen, die man gleich von Anfang an ins Herz schließt, wie das Kindermädchen Lotti, die kulinarische Köstlichkeiten zum trösten bäckt, oder auch Grayson, der sich vom arroganten gelangweilten Jungen zum fürsorglichen Stiefbruder entwickelt. Selbst Persephone, die sich aufgrund von Livs familiären Beziehung zu Grayson und seiner Clique zu Livs bester Freundin macht (ja, sie hat es mal eben selbst so festgelegt), kann man mit der Zeit etwas abgewinnen.

Obwohl sich Liv immer dagegen gewehrt hat, sich zu verlieben, wird sie bei Graysons Freund Henry schwach und sieht sich den typischen Problemen eines Teenagers gegenüber. Wenn da doch nur nicht die anderen Sorgen wären, mit denen sie sich herumplagen muss. Wieso musste sie auch so neugierig sein und Grayson in die verwirrende Traumwelt folgen? Hier scheinen die Regeln der Realität nicht zu gelten und Liv muss sich gegen besessene Mitschüler zur Wehr setzen, die mal eben einen Dämon beschworen haben und ihre Mitmenschen durch Träume beeinflussen. Plötzlich findet sie sich mitten im Geschehen wieder und sieht sich Problemen gegenüber, die scheinbar unlösbar sind.

Kerstin Gier hat wieder eine fantasievolle und spannende Trilogie veröffentlicht, die ich euch nur empfehlen kann. Sie schafft es wie immer, witzig und erfrischend zu schreiben, die Trilogie steckt voller unterhaltsamer Momente und die Geschichte hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht. Weiterhin hat die Autorin ein Talent dafür, sich in Mädchen im Teenageralter hinein zu versetzen und die für dieses Alter typischen Probleme anzusprechen, wie die erste Liebe und die damit verbundene Unsicherheit, die Probleme mit Eltern und in diesem Fall auch Trennung und Patchwork-Familie, sowie das Einfinden in einer neuen Schule und das Schließen von Freundschaften. Erwachsenwerden ist eben nicht immer einfach!
Sehr angenehm fand ich, dass sie mit dem Traumkorridor eine gewisse Ordnung in das Wirrwarr der Träume gebracht hat, so dass man nicht das Gefühl hatte, den Faden zu verlieren und immer genau wusste, in welchem Traum man sich gerade wiederfindet.
Es gibt also durchweg Positives über die Silber-Trilogie zu berichten. Eine einzige, kleine Sache hat mich etwas genervt, nämlich dass in circa jedem Kapitel erwähnt wird, dass Liv Kung-Fu kann – was mir persönlich dann immer mal das ein oder andere Stirnrunzeln entlockt hat. Trotzdem ist diese Reihe für Fantasy-Fans ein Muss!

Rezension „Shadow Falls – After Dark – Unter dem Nachthimmel“ von C.C. Hunter

Vor einiger zeit habe ich euch ja Band 1 der Shadow Falls – After Dark Reihe vorgestellt. Seit Oktober ist nun auch die Fortsetzung erhältlich:

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Nach ihrer Wiedergeburt muss sich Vampir Della entscheiden: Für wen schlägt ihr Herz
wirklich? Und ist ein Blutsbund stärker als ein Herzenswunsch?

Nachdem Della ihre Wiedergeburt nur knapp überlebt hat, fühlt sich ihr Körper fremd an. Und ihr Liebesleben wird komplett auf den Kopf gestellt, denn mit dem mysteriösen Vampir Chase Tallman, dem sie ihr Überleben verdankt, verbindet sie ungewollt ein irres Gefühl. Und plötzlich sind da auch noch Stimmen in ihrem Kopf. Sie verlangen von Della die Aufklärung eines Verbrechens, in das auch ihre Familie verwickelt zu sein scheint: Ihr Vater soll einen Mord begangen haben…

 

Meinung:

Wie auch die vorherigen Bücher ist dieses sehr kurzweilig und schnell durchgelesen. Am Ende des ersten Teiles blieben ja doch einige Fragen offen, von denen einige in der Fortsetzung geklärt werden. Trotzdem wird auch hier wieder eine neue Handlung aufgebaut, die an Band 1  anknüpft. Della wird wieder mit einem neuen Fall bedacht, der ihr und Chase bis zum ende Kopfzerbrechen bereitet.

Eine gute Portion Spannung entsteht durch den Zeitdruck, mit dem die beiden umgehen müssen, denn diesmal geht es um Leben oder Tod. Dennoch muss ich sagen, dass mich Band 2 nicht ganz so begeistern konnte. Zum einen fand ich die Witze etwas flach. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, die Handlung zieht sich in die Länge und hat im Großen und Ganzen den selben Aufbau wie zuvor. Della wird von einem Geist heimgesucht, sie bekommt eine Aufgabe gestellt, das Ende.. na ihr wisst schon. Zudem sind einige Sachen sehr vorhersehbar gewesen, andere Handlungen wiederum waren mir eher unverständlich, explizit die Herangehensweise an die Lösung des Falles. Della verbringt einen Großteil der Zeit damit, mehr über sich selbst herauszufinden, was aber eher weniger dazu beiträgt, den Fall wirklich zu lösen.

Zudem versinkt sie wieder in einem Gefühlschaos und dramatisiert ihr Leben für meinen Geschmack etwas zu sehr. Natürlich ist auch ihr Liebesleben wieder schrecklich kompliziert – zum Glück wird das in Band 2 dann schnell behoben. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin mehr und mehr auf alte Handlungsstränge zurückgreift und diese lediglich etwas abwandelt.

Trotzdem wollen wir das Gute nicht ungesagt lassen! Trotz der Mängel hat es wieder Spaß gemacht, das Buch zu lesen und einige Geheimnisse zu lüften. Zudem bekommt man einen tieferen Einblick in Dellas Gefühlswelt, wodurch man den Charakter mehr und mehr ins Herz schließt. Sie ist rebellisch und aufsässig, trotzdem hat sie ein gutes Herz und versucht immer richtig zu Handeln, was in meinen Augen eine gute Mischung für eine Hauptfigur darstellt. Auch die anderen Charaktere zeigen wieder neue Seiten von sich und sorgen dann doch für die ein oder andere Überraschung. Wie üblich bei C.C. Hunters Büchern versinkt man durch den anschaulichen und flüssigen Schreibstil schnell in der Welt des Shadow Falls Camp und taucht problemlos in die Fortsetzung der Geschichte ein. Ich freue mich trotzdem auf Band 3 und bin natürlich gespannt, welche Antworten wir auf die offenen Fragen bekommen!

Rezension „Furcht des Weisen 1 + 2“ von Patrick Rothfuss

Da mich eine Erkältung mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt hat, finde ich nun endlich mal Zeit, euch wieder ein paar Rezensionen zu bieten. Ein weiterer Grund für den derzeitigen Mangel an Blogbeiträgen ist zudem, dass ich mir die beiden Bücher „Furcht des Weisen 1 + 2“ einverleibt habe, die wie auch der erste Band sehr umfangreich sind.

938166_rothfuss_band01.indd 9783608939262Inhalt

Furcht des Weisen 1

Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte. Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft, aber auch voller Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie.

Furcht des Weisen 2

Erleben Sie, wie Kvothe im Feenreich der betörenden Felurian begegnet, die ihn durch ihre märchenhafte Schönheit fast willenlos macht. Nur durch eine List kann er sich aus ihren Armen befreien. Und sein Weg führt ihn weiter zu den stillen Kriegern der Adem, von denen er die hohe Kunst des Lethani erlernt und das Schwert Saicere verliehen bekommt. Mit ihm und einem von Felurian gewobenen Schattenmantel tritt er die Reise zurück zum Hof des mächtigen Maer an, doch unterwegs wartet entsetzliches Unheil auf ihn. Dieser 2. Teil des Nachfolgebands von ‚Der Name des Windes‘ steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick.

Meinung

Vor einiger Zeit habe ich euch ja über „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss berichtet, in der die Geschichte um Kvote begann.
Die beiden Folgebände stehen diesem Buch in nichts nach und haben mich wieder genauso gefesselt und nächtelang wach gehalten. Zum Erzählstil brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen, auch hier schafft der Autor wieder eine fantastische und spannende neue Welt, erzählt wie üblich sehr bildlich durch anschauliche und kreative Vergleiche.
Obwohl ich gerne darüber gelesen habe, wie Kvote sich an der Universität durchschlägt und es immer wieder schafft, seine Studiengebühren aufzutreiben, kam an genau der richtigen Stelle eine Wendung in die Geschichte und der Protagonist wird in die weite Welt entlassen. Er lernt den Maer kennen, sichert sich dessen Wohlwollen und erlebt in seinem Dienste wahrlich ein paar spannende Abenteuer, die seine Erlebnisse aus Band 1 sogar noch toppen.
Kvote baut sich seinen Ruf weiter auf und bietet wieder allerhand Stoff für Gerüchte und Geschichten, die sich in der Welt verbreiten. Ab und zu schwankt die Geschichte dann wieder zu Kote dem Wirt um, der dem Chronisten ja gerade seine Lebensgeschichte erzählt. Immer wieder fragt man sich, wieso der verwegene und scheinbar unschlagbare Kvote so abgebaut hat und später nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Nun, so viel kann ich euch verraten: auch dieses Geheimnis bleibt vorerst verborgen und wir müssen uns gedulden, bis die Fortsetzung erscheint.

Was sehr positiv an den Büchern auffällt ist, dass sie trotz der beachtlichen Länge nie langweilig sind. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben. Es ist immer wieder interessant, wenn Kvote auf neue Menschen trifft und man die Beweg- und Hintergründe erfährt.
Eine meiner Lieblingsfiguren ist Tempi. Durch ihn lernt Kvote eine völlig neue Kultur kennen und seine Neugier treibt ihn dazu, alles darüber zu erfahren, was wohlweislich auch unserer Neugier zugute kommt :)
Einzig und allein die Zeit bei Felurian fand ich etwas langgezogen.
Ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung!

Rezension „Grey“ von E. L. James

Lange bin ich an dem Regal mit dem Buch Grey vorbeigegangen gegangen, aus dem einfachen Grund, dass ich der Meinung war, die Geschichte beziehungsweise den Inhalt zu kennen. Sicher geht es den meisten von euch so und ihr habt bereits die ersten drei Bücher gelesen oder zumindest den Film gesehen. Aus einem Impuls heraus habe ich es schließlich doch mitgenommen und gleich am ersten Abend reingeschaut. Überraschenderweise hat mich die Story abermals gefesselt, wobei ich aber sagen muss, dass es schon einige Zeit her ist, dass ich Fifty Shades of Grey gelesen habe.

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Inhalt

Sehen Sie die Welt von Fifty Shades of Grey auf ganz neue Weise – durch die Augen von Christian Grey. Erzählt in Christians eigenen Worten, erfüllt mit seinen Gedanken, Vorstellungen und Träumen zeigt E L James die Liebesgeschichte, die Millionen von Lesern auf der ganzen Welt in Bann geschlagen hat, aus völlig neuer Perspektive. Christian Grey hat in seiner Welt alles perfekt unter Kontrolle. Sein Leben ist geordnet, diszipliniert und völlig leer – bis zu jenem Tag, als Anastasia Steele in sein Büro stürzt. Ihre Gestalt, ihre perfekten Gliedmaßen und ihr weich fallendes braunes Haar stellen sein Leben auf den Kopf. Er versucht, sie zu vergessen und wird stattdessen von einem Sturm der Gefühle erfasst, den er nicht begreift und dem er nicht widerstehen kann. Anders als all die Frauen, die er bisher kannte, scheint die schüchterne, weltfremde Ana direkt in sein Innerstes zu blicken – vorbei an dem erfolgreichen Geschäftsmann, vorbei an Christians luxuriösem Lebensstil und mitten in sein zutiefst verletztes Herz. Kann Christian mit Ana an seiner Seite die Schrecken seiner Kindheit überwinden, die ihn noch immer jede Nacht verfolgen? Oder werden seine dunklen Begierden, sein Zwang zur Kontrolle und der Selbsthass, der seine Seele erfüllt, diese junge Frau vertreiben und damit die zerbrechliche Hoffnung auf Erlösung zerstören, die sie ihm bietet?

 

Meinung

Zum Inhalt und Schreibstil brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen, von Anastasia und Christian muss man einfach ein Fan sein. Es war sehr aufschlussreich, alles aus der Sicht von Christian zu sehen und natürlich sind auch die ein oder anderen Szenen dabei, die man im ersten Buch nicht gelesen hat, spätestens dann, als Christian und Ana nicht mit Fesselspielen beschäftigt waren. Man bekommt einen kleinen Einblick in Christians Berufsleben und sein Geschäft, seinen Alltag und seine Hobbys. Am spannendsten war natürlich, mehr über seine schreckliche Vergangenheit zu erfahren und seine Gedanken zu kennen, als er Ana das erste Mal sieht, sie begehrt und sich nach und nach in sie verliebt. Etwas nervig war es zwar, dass er sie ständig in Gedanken Baby nennt und zugegebenermaßen hätte ich ihn mir innerlich etwas charmanter vorgestellt, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass der Charakter perfekt zu ihm passt. Erst nach diesem Buch versteht man wirklich, wie schwer es für ihn war, über seinen Schatten zu springen und eine intensivere Beziehung zuzulassen, als er es bei Anastasias Vorgängerinnen getan hat. Ich kann es euch also wärmstens empfehlen :-)

Bitter & Sweet bei Piper!

csm_produkt-12751_244312b87eEs ist soweit, Bitter & Sweet – Mystische Mächte erscheint am 01.04.2016 im Piper Verlag und kann bereits auf der Homepage von Piper vorbestellt werden. Ich hoffe, das neue Cover gefällt euch genauso gut wie mir :-)

Hier gelangt ihr zum Buch.

 

 

Rezension „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss

9783608938159Inhalt
„Vielleicht habt ihr von mir gehört“… von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – „sie haben einfach die falschen Lieder gesungen“.
Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken. Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber.

Meinung

Nachdem ich das Buch gerade zur Seite gelegt habe, bin ich etwas sprachlos. Aus dem einfachen Grund, weil mich diese Geschichte so berührt und mitgerissen hat, dass die Worte des Autors immer noch nachhallen und keine, absolut keine Beschreibung dem gerecht wird, was Patrick Rothfuss uns hier bietet – denn in meinen Augen ist es ein literarisches Meisterwerk.
Das liegt nicht nur an der zugegeben sehr spannenden Story, sondern an dem Schreibstil des Autors. Er schafft es, Dinge, Orte und Menschen nicht mit plumpen Beschreibungen zu versehen, sondern den Erzählungen Leben einzuhauchen. Schon nach wenigen Minuten war ich in das Buch vertieft und fand mich vollkommen in der von Rothfuss geschaffenen Welt wieder. Bis heute wusste ich nicht, dass es drei verschiedene Arten von Stille geben kann oder dass man Musik so beschreiben kann, dass man förmlich jeden Takt im Blut spürt. Man sieht die Welt, durch die Kvothe sich schlägt, nicht nur durch seine Augen – man fühlt sie auch.

Die Geschichte um das Leben des Magier Kvothe ist mit Höhen und Tiefen versehen. Als kleiner Junge muss er erfahren, was es heißt, seine Familie zu verlieren, Hunger zu haben und sich mittellos durch das Leben zu schlagen. Dabei kommen ihm sein Scharfsinn und seine überdurchschnittliche Intelligenz zugute. Zusammen mit seinem unerschütterlichen Überlebensinstinkt und seiner Zielstrebigkeit baut er sich, vor allem an der Universität, nach und nach den Ruf eines Helden auf. In dieser Geschichte durchlebt man sämtliche Emotionen. Man fiebert mit Kvothe, man bangt um ihn, man leidet mit ihm, man lacht mit ihm, man spürt seine Sehnsucht, seinen unzerbrechlichen Willen – kurzum, es ist ein Buch, das alles zu bieten hat.
Von der Länge (gebundene Ausgabe 863 Seiten laut Amazon) solltet ihr euch nicht abschrecken lassen, nach dem ein klein wenig langatmigen Anfang werdet ihr, wenn es euch wie mir geht, jede einzelne Seite genießen und mit Schrecken sehen, wie schnell die letzte Seite näher rückt. Gut, dass es Fortsetzungen gibt :-)

„Rubinrotes Blut“ von Anna Trapp

Ein Gastartikel zu einem Buch, das ich kürzlich gelesen und für gut befunden habe:

Rubinrotes_Blut_Anna_Trapp-475x700Bei der Autorin Anna Trapp handelt es sich nur im deutschsprachigen Raum um einen Newcomer oder um einen neuen Stern am Himmel der Kriminalschriftsteller. In mindestens acht Ländern ist sie bekannt. Inzwischen macht sie den größten Namen Konkurrenz. Auch in Deutschland könnte sie deshalb bald als die neue „Queen of Crime“ apostrophiert werden.
Was besonders gefällt an diesem Thriller ist die sorgfältige Recherche:
Die Autorin, von Haus aus eine Detektivin, begab sich Undercover zwei Jahre lang
in den Kunsthandel, um in Erfahrung zu bringen, wie und auf welche Weise hier
gefälscht, getürkt und gemogelt wird.
Wenige wissen: Fälschungen sind ein hoch lukratives Geschäft.
Es vergeht kein einziges Jahr, ohne dass Antiquitäten oder Gemälde von Alten
oder Neuen Meistern „wiederentdeckt“ werden. Die Anzahl der Fälschungen lässt sich nicht mehr seriös schätzen. Unter Polizeiermittlern gelten 60 Prozent aller Kunstprodukte als gefälscht oder falsch zugeschrieben. Insider dagegen behaupten, dass 90% aller Antiquitäten und Gemälde mit Vorsicht zu genießen sind. Gefälscht werden heute Möbel aller Stilrichtungen, kunsthandwerkliche Erzeugnisse, Bücher, Waffen, Porzellan, Schmuck, Münzen, Silberstempel, Maler der Moderne und immer wieder Alte Meister.
Alle möglichen Sachverständigen stellen sogenannte „Expertisen“ aus, die die Echtheit eines Gemäldes bestätigen sollen. Längst gibt es jedoch den verräterischen Ausdruck der „Gefälligkeitsexpertise“, ein Wort, das für sich selbst spricht. Davon abgesehen können auch die Expertisen honoriger Persönlichkeiten gefälscht werden.

Viele Insider-Informationen über den Kunsthandel werden in dem Roman „Rubinrotes Blut“ preisgegeben, die man ansonsten nicht so schnell in Erfahrung bringen kann. Man wird aufgeklärt, wie willkürlich alte Meister „hochklassifiziert“ und „herunterklassifiziert“ werden, auf welche Art und Weise gefälscht wird, wie Fälschungen raffiniert abgestützt werden und wie letztendlich der Käufer über den Tisch gezogen wird.

Nicht nur Crime und „rubinrote“ Blutpfützen spielen in diesem Roman eine Rolle, sondern auch der Sexus, der von einigen Figuren in diesem Roman schamlos und manipulativ eingesetzt wird.

Der Roman mag aufgrund seiner Fakten-Offenheit zur Kontroverse Anlass geben. Für jeden, der sich nicht nur gut unterhalten werden will, sondern auch hinter die Kulissen des Kunsthandels blicken möchte, ist das Buch eine Offenbarung.

Titel: Rubinrotes Blut
Autorin: Anna Trapp
Publiziert bei: Amazon-Kindle

Anna Trapp, Pseudonym
Die Autorin verfasste unter anderen Namen bereits mehr als 4 Bestseller; sie ist in 8 Ländern publiziert.
Anna Trapp ist wohnhaft in Florida, USA. Die Katzen- und Hunde-Liebhaberin interessierte sich schon immer für Verbrechen und Betrugsmethoden in den verschiedenen Wirtschaftszweigen. Eine Weile war sie als Detektivin für eine große Versicherungsgesellschaft tätig. Für diesen Roman arbeitete sie Undercover mehr als zwei Jahre im Kunsthandel, um direkt vor Ort die originalen Methoden des Betrugs und der Fälschung zu studieren.

Pressemitteilung von Anna Trapp

Rezension „Shadow Falls After Dark“ von C.C. Hunter

Wie alle Shadow-Falls-Camp-Fans sicher mitbekommen haben, ist von C. C. Hunter wieder eine neue Reihe erschienen. Ich konnte mich ebenfalls nicht zurückhalten, mir den ersten Band der Shadow Falls After Dark Reihe zu kaufen und war wieder mal begeistert.

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Vampirin Della ist frustriert. Die Ferien sind der absolute Albtraum: Die Freundinnen fehlen und die Eltern halten sie für gestört. Warum kann sie nicht einfach zurück ins Shadow Falls Camp und dort allen beweisen, dass sie die perfekte Ermittlerin für die FRU wäre? Doch dann entdeckt Della, dass ihr vermisster Onkel möglicherweise auch Vampir war… Bei der Rückkehr ins Camp ist Chaos vorprogrammiert, die Recherchen nach dem verschollenen Familienmitglied werfen tausende von Fragen auf, und auch in Liebesdingen läuft grade nichts, wie es sein sollte. Ihre Gefühle für Steve den Gestaltwandler geraten ins Wanken, denn ein neuer Vampir namens Chase Tallman mischt das Shadow Falls Camp gehörig auf.

Meinung:
Sehr angenehm fand ich diesmal, dass das Buch aus der Sicht von Kylies Freundin, der Vampirin Della, geschrieben ist. So schön die erste Reihe auch war, hat man dann ja doch langsam genug von Kylie und ihren Superkräften gelesen. Sie kann alles, sie ist nicht nur ein Chamäleon, eine seltene Art der Übernatürlichen, sondern dazu auch noch ein Protector und kann zudem Geister sehen und Menschen heilen. Kurz um: sie kann alles.
In der neuen Reihe tauchen zwar die Hexe Miranda und Kylie weiterhin in der Rolle der Freundinnen von Della auf, aber ihre Handlungen fallen eher weniger ins Gewicht und teilweise fand ich ihr Auftreten auch eher nervig.
Umso schöner war es, den neuen Charakter Chase kennen zu lernen, der zugegebenermaßen auch nach Ende des Buches noch ein großes Rätsel darstellt. Es ist schwer, ihn in eine Kategorie, Gut oder Böse, einzuordnen. Einerseits scheint er ein wichtiges Geheimnis zu haben und nicht immer ehrlich zu sein, andererseits hilft er, wo er nur kann. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten.
Im Mittelpunkt steht natürlich Della, deren Leben ein einziges Drunter und Drüber ist. Da wären auf der einen Seite ihre Eltern, die sie für einen rebellierenden Teenager halten und damit, auch wenn es Della natürlich nie offen zugeben würde, die Gefühle ihre Tochter verletzen. Auch die Beziehung zu dem Gestaltwandler Steve gestaltet sich als kompliziert, da Della sich strikt dagegen weigert, eine feste Bindung mit ihm einzugehen, obwohl ihre Gefühle längst etwas anderes wollen. Zu allem Überfluss gibt es noch einen Doppelmord in der Nähe des Camps, bei dessen Ermittlungen Della helfen darf. Damit geht einer ihrer größten Träume in Erfüllung, wäre da nicht die Tatsache, dass ihre Sinne sie regelmäßig im Stich zu lassen scheinen. Wieso fallen ihr Geruchssinn und ihr Supergehör in letzter Zeit regelmäßig aus? Und wohin ist ihr Cousin Chan verschwunden? Und hat sie tatsächlich noch Verwandte, von denen sie nichts weiß?
Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und man ist vom Anfang bis zum Ende gespannt, was für eine Lösung es für dieses ganze Durcheinander gibt. Natürlich bleiben auch wieder einige Fragen offen und machen Lust auf die Fortsetzung.
Im Großen und Ganzen hat C. C. Hunter wieder großartige Arbeit geleistet. Ihr Schreibstil ist, wie auch bei der vorherigen Reihe, fließend und leicht zu lesen, die Umgangssprache der Jugendlichen passt zu ihrem Alter und so manch ein Ausdruck ruft beim Lesen dann doch wieder das ein oder andere Schmunzeln hervor. Ich persönlich kann euch das Buch wärmstens empfehlen, ich freue mich schon darauf, wenn im Oktober der zweite Teil erscheint.

Piper Verlag

Es gibt tolle Neuigkeiten.. Die Bitter & Sweet Trilogie wird nächstes Jahr im Piper-Verlag veröffentlicht. Damit ist ein lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen!

Rezension „Seelen“ von Stephenie Meyer

Ich bin schon vor einiger Zeit auf das Buch „Seelen“ von Stephenie Meyer gestoßen und habe es lange auf meinem SUB liegen lassen. Grund hierfür war, dass ich die Inhaltsbeschreibung nicht sehr ansprechend fand und eher selten Bücher lese, die in die Richtung Dystopie gehen. Da ja aber allgemein bekannt ist, dass die Autorin großartige Bücher schreibt, habe ich nun doch dazu gegriffen – und mich im Nachhinein geärgert, dass ich es nicht früher gemacht habe. Es lohnt sich wirklich!

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Inhalt
Seelen haben die Menschheit befallen. Die friedfertigen Wesen übernehmen die Kontrolle über die menschlichen Körper. Auch Melanie muss ihren Körper mit der Seele Wanda teilen, der es jedoch nicht gelingt, Melanie ganz daraus zu vertreiben. Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, doch Melanie verzehrt sich nach ihrer großen Liebe Jared. Eines Tages macht Wanda sich auf die Suche nach dem jungen Mann. Melanie ist überglücklich, bis auch Wanda sich in ihn verliebt …

Meinung

Ich glaube, zu dem Schreibstil der Autorin braucht man nicht viel zu sagen. Wer die Biss-Reihe gelesen hat, der weiß, dass Stephenie Meyer unendlich gefühlvoll schreibt. Auch in dem Buch „Seelen“ wird man hier nicht enttäuscht.
Leider ist der Anfang etwas langatmig und es dauert eine Weile, bis man sich richtig eingelesen hat. Das hängt auch mit der Tatsache zusammen, dass die Seele „Wanda“ sich neu auf der Erde zurechtfinden muss. Für sie sind die Eindrücke beinahe erschlagend und verwirrend, was das Lesen ziemlich anstrengend macht. Doch nach nicht ganz einem Viertel wird es plötzlich spannend bis zum Schluss, besonders, als Wanda und Melanie, die ja im Prinzip dieselbe Person sind, sich auf den Weg in die Wüste machen, wo sie sich erhoffen, auf Melanies große Liebe Jared zu treffen. Was sie dann erwartet, ist nicht nur überraschend, sondern auch gefährlich für die beiden.
Ab hier beginnt das Buch spannend zu werden. Wanda hat zum ersten Mal mit Menschen zu tun, die sich versteckt halten und nicht von den gutmütigen Seelen „besetzt“ sind, und sieht sich Grausamkeit, Hass und Skrupellosigkeit gegenüber. Oftmals schwebt sie in Lebensgefahr und es gibt einige überraschende Wendungen, die es fast unmöglich machen, das Buch zur Seite zu legen. Sie ist immer wieder überwältigt von den Gefühlen, zu denen ein menschlicher Körper fähig ist. Sehr interessant ist das Leben, das sie dann im Laufe des Buches und den Menschen führt. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet und verdeutlichen den Unterschied zwischen Menschen und Seelen.
Es ist eine sehr komplizierte Situation, die hier beschrieben wird. Es herrscht Krieg zwischen den beiden Spezies. Ein Krieg, der vor langer Zeit von den Seelen gewonnen wurde. Einerseits sind die Seelen die Eindringlinge von einem anderen Stern. Sie stehlen den Menschen ihre Körper und drängen deren Bewusstsein zurück – was eigentlich ein Grund wäre, sie zu hassen. Andererseits sind die Seelen gutmütig, sie kennen weder Neid noch Missgunst, sie lügen nicht, sie leben friedlich. Es gibt keinen Mord oder überhaupt Verbrachen unter ihnen. Sie machen die Erde zu einer besseren Welt. Einen sehr starken Kontrast dazu bilden die skrupellosen Menschen, die ihren eigenen Lebensraum beinahe zerstört hätten, die sich gegenseitig bekämpfen und Verbrechen begehen. Wem also sollte man eher wohlgesinnt sein? Und gibt es eine Lösung für diese verzwickte Situation?

Ich kann euch das Buch wirklich empfehlen!

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